EU-Wettbewerbshüter nehmen Google unter die Lupe

24. Februar 2010, 11:06
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Die Europäische Kommission prüft aufgrund von Klagen von drei Internetseiten die Praktitken Googles bei der Rangierung von Webseiten in seiner Suchmaschine sowie bei der Einblendung von Werbung.

Die Europäische Kommission prüft aufgrund von Klagen von drei Internetseiten die Praktitken Googles bei der Rangierung von Webseiten in seiner Suchmaschine sowie bei der Einblendung von Werbung. Wie der 'Telegraph' berichtete, hat die Kommission Google in einem offiziellen Brief eine Reihe von Fragen zu diesen Themen gestellt.
Die drei Kläger sind die Preisvergleichsdienste Foundem und Ciao sowie ejustice.fr, eine Seite mit juristischen informationen für Anwälte, Jusstudenten usw. Ciao gehört seit 2008 Microsoft und nennt sich mittlerweile Ciao From Bing.
Alle drei profitieren einerseits von Traffic aus Suchmaschinen und sind andererseits als spezialisierte "vertikale" Suchdienste auch Konkurrenten von Google. Sie werfen nun Google vor, seine dominante Marktstellung auszunützen und sie durch verschiedene unfaire Praktiken zu benachteiligen. Foundem beispielsweise behauptet, dass seine Seiten von Google über längere Zeit durch "Straffilter" in Suchresultaten weit hinten rangiert oder sogar ganz ausgeblendet wurden.
Google versprach gestern Abend in einem Blogeintrag volle Kooperation mit den Wettbewerbshütern, um die Vorwürfe zu entkräften. Man habe absolut nichts gegen spezialisierte Suchmaschinen, und einige davon würden in den Suchresultaten auch generell gut rangiert. (hjm)

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