EU will mit Corona-Milliarden europäische Technologien unterstützen

10. Februar 2021, 14:38
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Jedes EU-Mitglied soll mindestens 20% der Wiederaufbau-Gelder für die "digitale Transformation" ausgeben und technologisch den USA und Asien Paroli bieten.

Die EU will mit milliardenschweren Fonds den Coronavirus-Wiederaufbau stützen und den Absturz der europäischen Wirtschaft mindestens abfedern. Die Europäische Kommission will speziell das Programm "Recovery and Resilience Facility" nutzen, um eine Reihe von Technologieprojekten in Bereichen zu fördern, in denen europäische Firmen hinter Konkurrenten in den USA und Asien zurückgefallen sind.
Dies meldet 'Politico' unter Berufung auf interne Dokumente der Kommission. Laut einer Wunschliste sollen insbesondere grosse Projekte gefördert werden, "die ein einzelner Mitgliedsstaat nicht alleine entwickeln könnte" und die "für die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten wichtig" seien.
Es werden also grosse Summen im Rahmen des 672,5-Milliarden-Euro-Programms "Recovery and Resilience Facility" fliessen. Vorgesehen sind nämlich mindestens 20% des Geldes für "digitale Transformation" und mindesten 37% für grüne Investitionen und Reformen. Dies soll für jeden Mitgliedstaat gelten.
Konkreter werden bei 'Politico' Projekte für Mikrochips, Supercomputing, Cloud-Infrastruktur und Projekte für sichere Kommunikationsnetzwerke als Nutzniessser von Darlehen und Zuschüssen genannt.
Das EU-Parlament hat die Pläne der Kommission grundsätzlich angenommen. Der Rat muss die getroffene Vereinbarung nun auch formell genehmigen, bevor die Präsidenten des ECOFIN-Rates und des Europäischen Parlaments sie unterzeichnen können.
Details zum "Recovery and Resilience Facility"-Programm sind online verfügbar.
Gleichzeitig will die EU aus anderen Töpfen direkt in Startups investieren und plant Milliardenausgaben für die Security.
Nicht zuletzt wurde eine europäische Cloud-Allianz angekündigt und die Umrisse von Gaia-X dürften in absehbarer Zeit klarer werden. Für eine europäische Cloud- und Dateninfrastruktur spielt die deutsch-französische Organisation Gaia-X eine entscheidende Rolle. Diese soll unter Beteiligung von Hunderten von Organisationen und Firmen den gleichnamigen europäischen Datenraum schaffen, der 2021 lanciert werden soll.

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