EU will schärfere Regeln für Krypto-Dienst­leister

21. Juli 2021, 13:05
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Ein EU-Gesetzesentwurf sieht strengere Regeln im Krypto-Markt vor. Anonyme Wallets sollen verboten werden und Dienstleister müssten Kundendaten erheben.

Die EU hat Gesetzesänderungen vorgeschlagen, die zu mehr Kontrolle bei Bitcoin und weiteren Kryptowährungen führen sollen. Konkret sollen Unternehmen, die Kryptowährungen transferieren, gezwungen werden, Details über den Empfänger und Absender zu sammeln. Damit sollen Krypto-Assets nachvollziehbarer werden, was die Bekämpfung von Terrorismus und Geldwäscherei unterstützen soll, teilt die Europäische Kommission mit.
Nach den Vorschlägen der EU wäre ein Unternehmen, das Krypto-Vermögenswerte für einen Kunden transferiert, verpflichtet, dessen Namen, Adresse, Geburtsdatum und Kontonummer sowie den Namen des Empfängers anzugeben.
Der Vorschlag ist Teil eines ganzen Bündels von Gesetzgebungsvorschlägen, dem die Mitgliedssaaten und das Europäische Parlament noch zustimmen müssen.
Die Kommission argumentiert, dass Krypto-Asset-Transfers den gleichen Anti-Geldwäsche-Regeln unterliegen müssten wie Überweisungen. Die vorgeschlagenen Änderungen würden sicherstellen, dass Transfers von Krypto-Werten wie Bitcoin vollends nachverfolgt werden können, heisst es in der Mitteilung der Europäischen Kommission.
Zudem soll die Bereitstellung von anonymen Krypto-Wallets verboten werden, so wie es heute bei anonymen Bankkonten der Fall ist, führt die Kommission aus. 

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