EU wirft China Cyberangriffe auf Krankenhäuser vor

23. Juni 2020, 15:09
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Ursula von der Leyen hat Chinas Präsident Xi Jinping mitgeteilt, man habe die Fakten und werde Attacken nicht tolerieren.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wirft China vor, während der Coronavirus-Krise Cyberangriffe auf Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen in der EU verübt zu haben. Dies berichtet 'Politico'. "Wir haben Angriffe ... auf Computersysteme, auf Krankenhäuser gesehen, und wir kennen den Ursprung der Cyberattacken", habe von der Leyen nach einer Videokonferenz mit Chinas Präsident Xi Jinping gesagt. "Wir haben die Fakten und die Zahlen zusammengetragen, die man wissen muss."
"Wir haben klar darauf hingewiesen, dass dies nicht toleriert werden kann", fügte sie hinzu und warf China zudem Desinformation vor, um die öffentliche Debatte um die Coronavirus-Pandemie zu beeinflussen.
Im April hatte die EU zwar Cyberangriffe auf Krankenhäuser und Coronavirus-Forschungsinstitute kritisiert, hatte dabei aber China nicht namentlich genannt. Zudem hatte sich US-Aussenminister Mike Pompeo in die Debatte über die Cyberangriffe auf tschechische Krankenhäuser eingeschaltet, aber auch darauf verzichtet, einen bestimmten staatlichen Akteur zu nennen.
Vor kurzem war Australien Ziel massiver Cyberangriffe eines "hoch entwickelten, staatlichen Cyber-Akteurs", wie der australische Premierminister Scott Morrison gesagt hatte. Morrison nannte zwar kein Land, sagte jedoch: "Es gibt nicht allzu viele staatliche Akteure, die über diese Fähigkeiten verfügen." Dies wurde vielenorts als versteckter Hinweis auf chinesische Angreifer interpretiert.

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