Europäische Banken setzen auf Warnhinweise eigener Mitarbeiter

10. Juli 2009, 06:00
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Wie einer Studie des IT-Consulters Steria Mummert zu entnehmen ist, haben 63 Prozent der Finanzunternehmen in Europa bereits Verstösse gegen ihre Compliance-Richtlinien verzeichnet.

Wie einer Studie des IT-Consulters Steria Mummert zu entnehmen ist, haben 63 Prozent der Finanzunternehmen in Europa bereits Verstösse gegen ihre Compliance-Richtlinien verzeichnet. Dabei stellen die eigenen Mitarbeiter das grösste Sicherheitsrisiko dar, denn bei zwei Dritteln der Institute kommen die Täter aus den eigenen Reihen.
Allerdings setzen die Unternehmen auch auf die Hinweise ihrer Mitarbeitenden, um diesen Machenschaften auf die Spur zu kommen. Sicherheitsexperten bewerten sogenannte Whistle-Blowing-Systeme denn auch als Kernelement in der Betrugsprävention, heisst es in der Studie, die bei den jeweiligen Top-10-Bank- und Finanzinstituten in 22 europäischen Ländern durchgeführt wurde. Allerdings müsse einer Schwachstelle dieser Systeme im Auge behalten werden: Das Risiko für den Hinweisgeber. Mitarbeiter würden sich nämlich scheuen, Verstösse zu melden, wenn damit eigene Risiken verbunden sind. Aus diesem Grund sei die Gewähr einer strikten Anonymität oberstes Gebot.
Die Mehrheit der Institute, nämlich 66 Prozent, hätten ihre Whistle-Blowing-Systeme intern organisiert, kommt die Studie zum Schluss. Dabei greife die überwiegende Mehrheit der Institute auf E-Mail-Kontakte zurück, um relevante Stellen über kriminelle Handlungen in Kenntnis zu setzen (83 Prozent). Eine telefonische Hotline oder der Postweg kommen in jedem zweiten Institut zum Einsatz, eine Meldung via Fax in jedem dritten. (bt)

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