Europäische CISOs setzen zunehmend auf Zero Trust

5. August 2021 um 13:28
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Laut einer neuen Forrester-Studie will ein Viertel der Cybersecurity-Verantwortlichen das Zero-Trust-Modell einführen.

Die Covid-Pandemie habe die Einführung des Zero-Trust-Modells in Europa beschleunigt, heisst es in der Einleitung zu einer neuen Studie des Marktforschers Forrester. Viele Unternehmen würden ihre Sicherheitsmodelle überdenken, um mit einer verstreut arbeitenden Belegschaft, Auftragnehmern und Dritten an verschiedenen Geräten zurechtzukommen.
Etwa ein Viertel der befragten europäischen CISOs und CIOs in mehreren Branchen würden erklären, dass die Umsetzung einer Zero-Trust-Strategie für ihr Unternehmen im kommenden Jahr eine der höchsten Sicherheitsprioritäten habe. Von der Fertigungsindustrie über Handel, Finanzindustrie bis zu Dienstleistern ergibt sich laut Forrester eine ähnliche Rückmeldung von rund 25%. Einzig der öffentliche Sektor und die Gesundheitsbranche liegen mit 19% etwas zurück.
"Europäische CISOs sind sich des Zero-Trust-Konzepts mittlerweile bewusst", heisst es weiter. Hingegen würde es von CIOs und anderen, die IT-Entscheidungen beeinflussen, weniger oft als Priorität genannt.
Europäische CISOs müssten Zero Trust deshalb als ein umfassendes Umsetzungsprogramm und nicht als eine Reihe einzelner technischer Initiativen behandeln, erklären die Autoren der Studie.
"Eines der grössten und häufigsten Hindernisse für die Implementierung, das wir sehen, ist das unterschiedliche Verständnis davon, was Zero Trust innerhalb einer Organisation und für die Unternehmensarchitektur bedeutet." Dies führe häufig zu konkurrierenden Initiativen aus verschiedenen Bereichen der IT, wodurch Investitionen verschwendet und der Fortschritt eingeschränkt werde, so Forrester.
Zero Trust: Keinem vertrauen tönt eigentlich ganz gut als Security-Strategie. Aber was bedeutet dies konkret? Mehr zum Zero-Trust-Modell erfahren Sie in unserer Rubrik "Was ist eigentlich?".

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