Europäische Distis gut unterwegs

30. November 2010, 16:22
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Durchschnittspreise steigen.

Durchschnittspreise steigen.
Gemäss aktuellen Zahlen des IT-Marktforschers Context profitieren europäische IT-Distributoren zurzeit von guten Verkaufszahlen und höheren Durchschnittspreisen. Zudem bauen gemäss Context die Distis ihr Portfolio laufend aus. Anfang 2008 haben durchschnittlich etwa fünf PC-Hersteller etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes im Portfolio eines Distributoren ausgemacht. Im dritten Quartal 2010 sind es nun sieben. Damit emanzipieren sich die Distis zunehmend von den Top-Marken.
Laut Context ist der ASP (average selling price) seit Anfang des Jahres angestiegen. Mit einem Plus von 4,6 Prozent (Vorjahresvergleich) belaufe sich der Preis für einen PC auf immerhin 477 Euro. Der Preisanstieg sei zum Teil auf die Nachfrage nach Notebooks mit Intels iCore-Technologie zurückzuführen, heisst es bei Context auf Anfrage. Eine weitere Rolle spielen die steigenden Komponentenkosten sowie der schwächelnde Euro.
Auch im Bereich Stückzahlen gab es eine Verbesserung. Mit einem Anstieg der PC-Absatzzahlen via Distribution um 16,5 Prozent wachsen Distributoren stärker als der Gesamtmarkt. Dieser stieg gemäss Context um nur 2,7 Prozent (Stückzahlen). 34,0 Prozent aller Computer haben den Markt im dritten Quartal 2010 via Distribution erreicht. Im gleichen Zeitraum im Vorjahr waren es nur 29,9 Prozent, berichtet Context.
Im westeuropäischen Disti-Business werden weiterhin vor allem HP-Computer (32,6 Prozent Marktanteil) verkauft. Danach folgen mit grossem Abstand Acer, Lenovo, Toshiba, Asus, Apple und Samsung.
Context analysiert die Daten von Distributoren aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, der Schweiz und Spanien. (mim)

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