Europäische Telcos verschieben Investitionen in "4G"

12. Mai 2009, 04:11
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"Das kann noch ein paar Jahre warten", findet zum Beispiel France Télécom.

"Das kann noch ein paar Jahre warten", findet zum Beispiel France Télécom.
Vodafone und France Télécom werden geplante Grossinvestitionen in sogenannte "Next-Generation-Mobile-Networks" (NGMN) beziehungsweise Mobilfunktechnologien der vierten Generation (4G) um zwei bis drei Jahre verschieben. Ein Kapitaleinsatz dieser Grössenordnung sei während eines konjunkturellen Abschwungs nicht zu rechtfertigen. Stattdessen sollen die Potenziale bestehender Standards (3G) vollständig ausgereizt werden. NGMN versprechen Datenübertragungsraten bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Downlink.
"Es ist mit einer mehrjährigen Markteinführungsphase zu rechnen. Mobilfunknetze der vierten Generation werden in urbanen Räumen frühestens 2011 nutzbar sein", sagt Dirk Wende, Pressesprecher der Deutschen Telekom, im Gespräch mit 'pressetext'.
An vielen Orten in Europa dürfte es aber noch wesentlich länger dauern. Endgerätehersteller wie Nokia, Alcatel-Lucent oder Sony Ericsson werden sich indes auf die optimierte Nutzung von 3G-Technologien wie HSPA+ konzentrieren müssen.
"Es ist verständlich, dass Hersteller von Endgeräten auf möglichst frühe Investitionen der Netzbetreiber pochen. Angesichts des Optimierungspotentials bei HSPA+ sowie der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann auf 4G-Technologie aber noch ein paar Jahre verzichtet werden", sagte dazu Didier Lombard, CEO von France Télécom in der Financial Times.
Gemäss Telekom-Mann Wende sind die Investitionskosten für 4G-Netzwerke zudem vor allem aufgrund noch ausstehender politischer Entscheidungen hinsichtlich der Nutzung frei werdender analoger Sendefrequenzen derzeit noch gar nicht genau bezifferbar. (pte/hjm)

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