EWL-RZ in Tribschen hat noch politische Hürden zu nehmen

19. März 2020 um 16:25
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Für das geplante RZ-Tribschen muss der Grosse Stadtrat von Luzern noch den Baurechtsvertrag genehmigen.

Das 30-Millionen-Franken-Projekt des Luzerner Energieversorgers EWL braucht noch grünes Licht vom Grossen Stadtrat. Wie das EWL auf Anfrage mitteilt, braucht es "für die Standortsicherung noch einen Baurechtsvertrag mit der Stadt Luzern". Der werde "im Frühling 2020 dem Grossen Stadtrat zur Genehmigung vorgelegt", schreibt EWL-Sprecherin Petra Arnold.
Die Finanzierung sei davon allerdings nicht betroffen. Obwohl EWL eine privatrechtliche Aktiengesellschaft im Besitz der Stadt Luzern sei, werde die Investition in das RZ vom Verwaltungsrat beschlossen. Wobei die Stadt in dem Gremium mit Stadträtin Manuela Jost vertreten ist. Zudem hält das EWL fest, dass die mit 30 Millionen Franken doch relativ hohen Investitionen für das RZ nicht vors Volk müssen, sondern vom EWL selbst gesprochen werden können.
"Der Verwaltungsrat", so Arnold weiter, habe "beschlossen, das Rechenzentrum Stollen Luzern in einer separaten Aktiengesellschaft zu realisieren." Bekanntlich wurde dafür am 19. Februar 2020 die EWL Rechenzentrum AG gegründet. Nicht eingegangen ist Arnold jedoch auf die Frage, ob bereits konkrete Zusagen von sogenannten Ankerkunden bestehen, die zur Umsetzung des Projektes nötig sind.
Seit dem ersten Spatenstich für das Rechenzentrum im Wartegghügel in Luzern im April 2019 ist die Inbetriebnahme um fast ein Jahr verschoben worden. So hatte man damals noch mit einer Bauzeit von 18 Monaten, also bis Ende 2020, gerechnet. Neu geht Luzerns Energie- und Infrastrukturversorger davon aus, dass der operative Betrieb im dritten Quartal 2021 starten kann.
Auch die Annahme, dass zur Realisierung noch Baupläne fehlen, wird vom EWL dementiert: "Nein, es fehlen keine Baupläne, das eingegebene Planänderungsverfahren bei der Stadt Luzern und dem Kanton ist in der Abschlussphase", teilt Arnold mit. Auch die Baubewilligung liege vor, es seien also keine Einsprachen hängig, und es brauche keine Zonenanpassung, hält sie fest und fügt an: "Im laufenden Planänderungsverfahren werden Details an der Bauausführung präzisiert".

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