EWL übernimmt Mehrheit an IT-Dienstleister Arcade

27. November 2015, 16:36
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Das Luzerner EWL sichert sich Know-How für die digitale Transformation. Arcade erhofft sich mehr Glaubwürdigkeit im EW-Markt.

Das Luzerner EWL sichert sich Know-How für die digitale Transformation. Arcade erhofft sich mehr Glaubwürdigkeit im EW-Markt.
Das Luzerner EWL hat den Anteil am IT-Dienstleister Arcade von 40 auf 75 Prozent erhöht. Der Luzerner Energieversorger ist bereits 2013 beim Arcade eingestiegen.
Das EWL hat zusammen mit Arcade in Luzern ein Glasfasernetz gebaut und Layer-3-Dienstleistungen entwickelt. Doch nun kämen Themen wie Smart City, Smart Grid und dezentrale Stromproduktion auf das EWL zu, sagte der Vorsitzende der EWL-Geschäftsleitung Stephan Marty heute zu inside-channels.ch. Deshalb wolle man sich nicht nur einfach auf Dienstleistungsverträge stützen, sondern habe sich durch die Mehrheitsbeteiligung an Arcade das Know-how langfristig gesichert, so der EWL-Chef.
Stellt sich die Frage, ob die Mehrheitsbeteiligung am KMU-IT-Dienstleister und -Outsourcer Arcade nicht zu einer Verzerrung des Luzerner IT-Marktes führt. Marty betont, dass das EWL eine privatrechtliche Aktiengesellschaft ist. Es befindet sich zwar zu hundert Prozent im Besitz der Stadt Luzern, müsse sich aber trotzdem marktwirtschaftlich verhalten. Marty: "Wir sind nicht risikofähiger als andere Player im Markt und haben klare Vorgaben für die Rentabilität."
Mehr Chancen im Markt mit Energiedienstleistern
Arcade und das EWL betonen in einer Mitteilung, dass beide Firmen operativ selbständig blieben. Die Führung von Arcade wird auch weiterhin aus den beiden Gründern, Oliver Stahel und Raffael Lanfranconi bestehen. Stephan Marty wird in den VR von Arcade eintreten.
Stahel betont gegenüber inside-channels.ch, dass Arcade sehr profitabel arbeite. Die Mehrheitsbeteiligung des EWL stärke aber die Glaubwürdigkeit von Arcade im Energiewirtschaftsmarkt. Stahel: "Bei Kunden aus der Energiebranche stand gelegentlich die Frage im Raum, ob wir uns als erfolgreiches Unternehmen von einem anderen Dienstleister aus der IT-Branche aufkaufen lassen. Seit der Beteiligung durch EWL werden wir vom Markt besser akzeptiert." (Christoph Hugenschmidt)

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