Ex-Brocade-Chef wegen Optionenmischeleien angeklagt

11. August 2006 um 10:52
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Die Untersuchungen wegen auf einen günstigen Zeitpunkt zurückdatierten Aktienoptionen für Spitzenmanager in den USA ziehen immer weitere Kreise und auch immer mehr Firmen und Personen aus der IT-Branche werden darin verwickelt.

Die Untersuchungen wegen auf einen günstigen Zeitpunkt zurückdatierten Aktienoptionen für Spitzenmanager in den USA ziehen immer weitere Kreise und auch immer mehr Firmen und Personen aus der IT-Branche werden darin verwickelt. Für die betroffenen Firmen bedeutet dies haufenweise Umtriebe und oft kommt auch der Aktienkurs unter Druck. Anlässlich der Untersuchungen bei Apple wurde bekannt gegeben, dass gegenwärtig rund 80 Firmen aus der Technologiesektor im Visier der Untersuchungsbehörden seien.
Gestern musste zum Beispiel nVidia, ein bekannter Hersteller von Grafikchips, bekannt geben, dass eine interne Untersuchung konkrete Hinweise auf falsch datierte Optionen ergeben habe. Juniper Networks, Hersteller von Netzwerkkomponenten, gab bekannt, dass aufgrund der bereits im letzten Monat festgestellten Unregelmässigkeiten mit der Datierung von Optionen die Bilanzen seit 2003 korrigiert werden müssen.
Bereits weiter gediehen ist die Sache im Fall von Brocade. Gegen den EX-CEO von Brocade, Greg Reyes, wurde gestern Aufgrund der von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Untersuchungsergebnisse in weiteren Punkten offiziell Anklage erhoben, ebenso wie gegen die frühere Personalverantwortliche Stephanie Jensen. Reyes werden Aktienbetrügereien in zwölf Fällen vorgeworfen, Frau Jensen wurde in acht Punkten angeklagt. Beide hatten bereits eine klage in je einem Punkt am Hals. (hjm)

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