Ex-CEO muss 200 Millionen Dollar zurückzahlen

10. Juni 2005, 13:01
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Nachwehen des IT-Hypes

Nachwehen des IT-Hypes
In der IT-Hype Zeit rund um den Jahrtausendwechsel kamen einige Leute durch fragwürdige Bilanzierungsmethoden schnell zu viel (Börsen-)Geld. Einer muss nun einen ganzen Haufen zurückgeben: Roys Poyiadjis, der ehemalige CEO des inzwischen untergegangenen ERP-Softwareherstellers AremisSoft hat sich mit der US-Börsenaufsicht aussergerichtlich auf die Rückzahlung von 200 (!) Millionen Dollar geeinigt. (Wie immer bei solchen Einigungen ist damit allerdings kein Schuldeingeständnis verbunden.) Das Geld soll unter geschädigten Investoren aufgeteilt werden.
Poyiadijs war zusammen mit anderen Spitzenmanagern von AremisSoft 2001 ins Visier der Börsenaufsicht geraten. Poyiadijs und seine Mitangeklagten wurden beschuldigt, unter anderem den Wert von Aufträgen des bulgarischen Gesundheitsministeriums und der indischen Armee in den Bilanzen übertrieben zu haben. Kurz nachdem zum Beispiel der Auftrag aus Bugarien bekannt gegeben worden war, und der Aktienkurs dadurch anstieg, hatte Poyiadijs eigene Aktien für 175 Millionen Dollar verkauft. (hjm)

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