Ex-Fujitsu-Präsident will Fujitsu verklagen

7. April 2010, 09:26
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Normalerweise gehen in Japan Abtritte von Spitzenmanagern ohne grosse Nebengeräusche über die Bühne.

Normalerweise gehen in Japan Abtritte von Spitzenmanagern ohne grosse Nebengeräusche über die Bühne. Der Fall des früheren Fujitsu-Präsidenten Kuniaki Nozoe, der im letzten September – offiziell wegen Krankheit - zurückgetreten war, entwickelt sich aber zu einem Krimi, der die japanischen Gerichte beschäftigen wird.
Nozoe erklärt nun, dass ihn der Verwaltungsrat zum Rücktritt gezwungen habe. Fujitsu-Offizielle haben inzwischen eingeräumt, dass die Krankheit nur ein Vorwand war. In Wahrheit habe der Verwaltungsrat Nozoe wegen unangemessenen Kontakten zu einer zwielichtigen Firma zum Rücktritt bewegt. Weitere Details wollten sie nicht nennen. Nozoe erklärt seinerseits, dass die Vorwürfe gegen ihn sogar deutlich schärfer waren, und dass man ihm ganz konkret Kontakte zur japanischen Yakuza nachgesagt habe. Der wahre Hintergrund sei allerdings, dass die "alte Garde" bei Fujitsu seinen Reformkurs nicht goutiert und ihn deshalb abgeschossen habe.
Nozoe will nun persönlichen Schadensersatz einklagen. Ausserdem versucht er, eine Aktionärsklage anzuzetteln. Der frühere Chef argumentiert, dass sein erzwungener Rücktritt das Unternehmen viel Geld gekostet habe, unter anderem weil deshalb die von ihm geplante Reorganisation des Providers Nifty, einer Fujitsu-Tochter, nicht durchgeführt wurde. (hjm)

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