Exklusiv! Auch der Migros-Konzern scheut (noch?) vor Vista zurück

19. Juni 2008, 13:18
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Office 2007 ja, Windows Vista nein

Office 2007 ja, Windows Vista nein
Der Migros-Konzern wird seine PC-Arbeitsplätze im laufenden Jahr nicht auf Windows Vista migrieren. Noch ist auch nicht klar, ob der grösste Schweizer Detailhändler seine PCs je mit der zur Zeit aktuellen Betriebssystem-Version von Microsoft betreiben wird, oder ob man eine Generation überspringt und auf die nächste Version ("Windows 7") wartet. Migros-CIO Rudolf Schwarz sagt gegenüber inside-it.ch: "Wir werden die Frage der Migration der PC-Arbeitsplätze von Windows XP auf Vista nächstes Jahr neu entscheiden."
Grund für die Zurückhaltung beim Wechsel des PC-Betriebssystems ist die Vielzahl von spezifischen PC-Applikationen, die der Konzern seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt. Schwarz: "Wir haben ungefähr 400 unterschiedliche Applikationen auf den PCs. Das sind die Lösungen, die die einzelnen Mitarbeitenden unbedingt brauchen. Wir haben Windows Vista zusammen mit diesen Applikationen getestet und gemerkt, dass die Migration einen viel zu hohen Supportaufwand hervorrufen würde."
Der Grosskonzern drängt allerdings bei den Herstellern der Applikationen darauf, dass die Lösungen möglichst rasch Windows-Vista-tauglich gemacht werden. Nächstes Jahr wird man dann mehr über den Vista-Nachfolger "Windows 7" wissen und sehr viel mehr der PC-Applikationen werden unter Vista funktionieren. Dann wird die PC-Betriebssystem-Frage neu angeschaut. "Wir sind bei unseren betriebswirtschaftlichen Systemen wie SAP eher offensiv, führen also neue Versionen möglichst rasch ein. Bei den PC-Arbeitsplätzen gehen wir hingegen eher defensiv vor."
Wenig Aufwand für Umschulung beim Wechsel auf Office 2007
Während Migros die PC-Arbeitsplätze also mit dem "alten" Windows XP weiter betreibt, wechselt man bei der Bürosoftware auf die neueste Version von Microsoft. Migros führt auf den Arbeitsplätzen Office 2007 sowie serverseitig Share Point 2007 ein. Der Aufwand für die Umschulung der Mitarbeitenden ist gemäss Schwarz erstaunlich klein. "Zwei Stunden sollten für Normalanwender reichen," denkt Schwarz. Mehr Ausbildung gibt es für Anwender, die die Funktionalitäten der Software tiefer ausnützen und beispielsweise viel mit Makros arbeiten. (Christoph Hugenschmidt)

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