Exklusiv! HP-Chef Urs Fischer: "Wo aufgeräumt wird, gibt es Nebengeräusche"

1. Juni 2005, 17:54
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Urs Fischer lässt im Gespräch mit inside-channels.ch, keines der "heissen" Themen aus: OPG-Missbräuche, HP-interne Audits, Das Verhältnis zu den Distributoren und die Zukunft des HP-Channels in einem sich konsolidierenden Markt.

Urs Fischer lässt im Gespräch mit inside-channels.ch, keines der "heissen" Themen aus: OPG-Missbräuche, HP-interne Audits, das Verhältnis zu den Distributoren und die Zukunft des HP-Channels in einem sich konsolidierenden Markt..
Was ist los mit HP Schweiz? Country Manager Urs Fischer nahm gegenüber inside-channels.ch ausführlich Stellung und liess keine heisse Frage aus. Fischer: "Wo bereinigt und aufgeräumt wird, da gibt es Nebengeräusche. Das finde ich ganz normal."
Der bekannte Manager (DEC/Compaq, Sunrise, Ascom) äussert sich freimütig über Channel-Konflikte, die Schweizer VAR-Szene, interne Audits, die "OPG-Affäre" und die frühere unselige Sitte, Umsätze zu Quartalsende mit allerlei Deals aufzupolstern. Fischers Kernaussage an die Adresse von Partnern und Kunden: "Ich stehe zu den Verträgen, die ich unterschreibe und erwarte, dass die Gegenseite das auch tut."
Hewlett-Packard Schweiz machte in den letzten Monaten immer wieder (unfreiwillig) Schlagzeilen. Die Affäre um den Missbrauch von Projekt-Spezialpreisen ("OPG-Affäre") von HP will und will nicht enden. HP geht juristisch gegen drei ehemalige Partner vor, die ihrerseits (anonym) Vorwürfe an die Adresse von HP in der Presse lancierten. Vor wenigen wenigen Wochen kündete HP den Partnervertrag mit der Bechtle-Tochter CDC IT Knall auf Fall, nachdem sich deren Geschäftsführer und ehemaliger Besitzer öffentlich sehr abfällig über HP geäussert hatte. Und seit der "Affäre Müller" stehen sich Forderungen und Gegenforderungen von HP und dem Distributor Actebis gegenüber.
Fischers Fazit: "Grundsätzlich nehme ich das Rauschen im Channel und in der Presse zur Kenntnis. Aber für mich ist es das Resultat unserer Politik, zum Beispiel der Einführung der "End User Verification", und nicht die Ursache. Wir sind heute unternehmerisch klar besser aufgestellt.
Lesen Sie das Exklusiv-Interview: Urs Fischer spricht Klartext. (Christoph Hugenschmidt)

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