Exklusiv! "IBM" für den Business-Kanal, "Lenovo" im Retail

23. Dezember 2004, 14:32
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Ralf Jordan, an der europäischen IBM-Zentrale in Paris verantwortlich für das Channel-Geschäft und die "TopSeller"-Programme, im Gespräch mit inside-channels.ch.

Seitdem IBM überraschend ankündigte, die PC-Abteilung mit insgesamt etwa 10'000 Mitarbeitenden an den chinesischen Hersteller Lenovo zu verkaufen, stellen sich IBM-Reseller vor allem eine Frage: Wie wird Lenovo zum wertvollen Markennamen "IBM" Sorge tragen?
Ralf Jordan (Bild), IBMs Europachef für die PC-und Notebook-Wiederverkaufskanäle erläuterte die Strategie, die er unter dem Lenovo-Dach europaweit verfolgen will: Der IBM-Brand soll weiterhin exklusiv an Geschäftskunden über VARs und Systemintegratoren verkauft werden.
Wenn IBM/Lenovo mit Consumer-PCs in den Markt geht, dann nur mit einer klaren und durchdachten Markenstrategie. Jordan: "Lenovo und IBM sind komplementär. IBM ist stark bei Geschäftsanwendern und vor allem stark mit Notebooks. Lenovo ist stark mit Retail-Produkten für Konsumenten und mit Desktop-PCs. Noch sind die Verträge nicht unterschrieben und keine Entscheidungen gefällt. Aber ich denke, man würde sich eine Chance vertun, wenn wir mit Lenovo nicht in den Retail gehen würden. Sicher braucht es dazu aber eine sehr ausgereifte Produkt- und Brand-Strategie. Man hat bei Toshiba sehr gut gesehen, was passiert, wenn man ohne eine ausgefeilte Strategie mit einem Brand in den Retail geht."
Erhalten die IBM-PC-Leute "Bleibe-Boni", damit sie bei Lenovo weitermachen?
Rekrutiert IBM/Lenovo neue Wiederverkaufskanäle und Distributoren?
Wie werden sich die Margen für die "TopSeller"-Programme entwickeln?
Die Antworten auf diese Fragen lesen Sie in unserem Interview mit Ralf Jordan und Patrick Röttger (Country Manager IBM PCD). (Christoph Hugenschmidt, Foto: IBM)

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