Exklusiv! Lenovo steckt einen Zeh in den Retail-Teich

28. März 2006, 17:10
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Günstige AMD-Lenovos in Bälde

Günstige AMD-Lenovos in Bälde
Vorsichtig, ganz vorsichtig steckt Lenovo Schweiz den kleinen Zeh in den Retailer-Teich. Wie uns Lenovos Channel-Chef Pascal Bruni heute sagte, will er versuchen, die mit "Lenovo 3000" gebrandeten KMU-Produkte nicht nur über Business-Partner, sondern auch in den grossen Fachmärkten wie Media Markt oder Interdiscount und über Internet-Händler wie ARP Datacon an den Mann, respektive die Kleinfirma zu bringen. Weitere Kanäle sind für Bruni Sonderaktionen für Firmenmitarbeiter und Schulen wie auch lokale PC-Shops.
Dies bedeutet allerdings ausgesprochen nicht, dass Lenovo nun in den Heimmarkt einsteigen will. Die "Lenovo 3000"-Serie ist eindeutig auf Firmenanwender zugeschnitten. Der Einstieg in den Heimmarkt, wo Lenovo in China sehr stark ist, wird zwar irgendeinmal kommen, doch fehlen dazu heute sowohl Produkte wie auch das Vertriebs-Know-how.
So wird der Einstieg von Lenovo im Schweizer Retail sehr vorsichtig erfolgen und man hat nicht vor, sich an den grossen Marketing-Kampagnen der Media Märkte & Co. zu beteiligen. Die mit "Think" gebrandeten, edlen ehemaligen IBM-Notebooks und PCs werden übrigens auch in Zukunft ausschliesslich über Business Partner vertrieben.
AMD-Lenovos ante porte, Corel vorinstalliert
Ein kurzer Blick in die Schweizer Roadmap von Lenovo zeigt, dass die ehemalige IBM-PC-Abteilung sich definitiv vom einst ehernen Bündnis mit der Wintel-Welt verabschiedet. So ist auf den kommenden, relativ günstigen Desktops der Lenovo 3000 J-Serie, das "Corel Small Business Center mit WordPerfect installiert. Und auch noch günstigere PCs mit AMD-Zweikernprozessoren werden "in etwa zwei Monaten" auch auf dem Schweizer Markt erhältlich sein.
Selbst bei den Notebooks, wo Lenovo demnächst mit einem ultraportablen Gerät ("Lenovo 3000 V-Serie") kommen wird, "überlegt" man sich gemäss Bruni, auch AMD-Maschinen zu bringen.
"Make history, not backups"
Im Marketing wird Lenovo weltweit die KMU-Freundlichkeit der Geräte betonen. So ist auf allen Maschinen Software aus der IBM- und teilweise auch der Lenovo-Küche und Dritt-Herstellern vorinstalliert, die das Leben der IT-Abteilungslosen Kleinfirmen erleichtern soll. So gibt die "1-Knopf-Systemwiederherstellung", automatische Sicherheitsupdates von Lenovo (Symantec), erleichtertes "Putzen" des PCs ("Rejuvination") und vereinfachte Anbindung an Netzwerke.
Frische Luft trotz Sparzwang
Den Schweizer Lenovo-Leuten merkt man eine gewisse Befreiung an - obwohl die Auswirkungen des weltweiten Sparprogramms von Lenovo hierzulande noch unbekannt sind. Dafür ist man nun in einer eigenen, auf PCs- und Notebooks fokussierten Firma und nicht mehr einfach ein mehr oder weniger belächelter Wurmfortsatz einer riesigen Server- und Service-Maschine. (Christoph Hugenschmidt)

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