Exklusiv! Nomos-Gründer Huessy tritt ab

17. August 2018, 13:49
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Bernhard Huessy tritt als Geschäftsführer des preisgekrönten IoT-Startups Nomos System ab.

Bernhard Huessy tritt als Geschäftsführer des preisgekrönten IoT-Startups Nomos System ab und verkauft die Mehrheit am Unternehmen an einen Investor.
Das Zürcher Startup Nomos System hat eine Lösung entwickelt, die Protokolle von Automatisierungssystemen für IoT-Systeme und Software übersetzen kann. Als letzten November Nomos mit dem Swiss ICT Award ausgezeichnet wurde, haben nicht nur wir gestaunt. Nomos war bis dahin in der Szene unbekannt.
Daran hat sich bis heute wenig geändert. Den Grund dafür, sagte uns der Gründer der IoT-Firma heute gleich selbst: "Ich bin kein guter PR- und Marketing-Manager. Unsere Software ist, wie Software sein sollte, aber unser Marketing ist schlecht", so der ehemalige Geschäftsführer Bernhard Huessy im Gespräch mit inside-channels.ch.
Ehemalig? Richtig: Huessy ist auf Ende Juli von seinem Amt als Geschäftsführer von Nomos Systems zurückgetreten. Ausserdem hat ein Investor, den Huessy noch nicht nennen wollte, die Mehrheit an Nomos übernommen. Nachfolger Huessys ist seit Anfang Monat René Amrhein. Amrhein war zuletzt Geschäftsführer der Kabelverlegungsfirma ipb Baggenstos. Von 2011 bis 2013 war er Regional Manager von Cassarius.
Wachstum angesagt
Gemäss Huessy ist der Grund für seinen Weggang von seinem "Kind" durchaus positiv. "Ich habe die Firma in den letzten sieben Jahren aufgebaut. Jetzt stehen Verträge mit OEMs an und Wachstum ist das Thema." Einen ersten grossen Fisch hat Nomos gemäss Huessy bereits an Land gezogen. Der weltweit tätige Elektro-Teile-Hersteller Hager hat mit Nomos einen Vertrag abgeschlossen.
"Um das Wachstum zu stemmen, brauchen wir einen organisatorisch und bei Logistik-Themen starken Geschäftsführer", so Huessy. Das sei er nicht, ergänzt der Zürcher, der mit dem Gewinn des ICT Awards die Szene überrascht hat. Huessy weiter: "Ich freue mich für Nomos".
Huessy betont, dass er nicht gezwungen war, einen neuen Besitzer und einen neuen Manager für das mit sieben Mitarbeitenden immer noch kleine IoT-Startup zu suchen. "Wir hatten 2014 und 2015 schwierige Jahre. Aber der Auftrag von Hager ist sehr interessant und es gibt weitere grosse Kunden wie etwa das KKW Gösgen," so Huessy.
In einigen Wochen soll es zusätzliche Informationen zur Zukunft von Nomos geben. (Christoph Hugenschmidt)

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