Exklusiv! T-Systems verlagert 180 Stellen nach Ungarn und in die Slowakei

31. Juli 2009 um 09:45
  • cloud
  • t-systems
  • schweiz
image

Tieferwertige Dienstleistungen sollen zentral aus Nearshore-Zentren erbracht werden. Gesamtstellenzahl in der Schweiz soll aber gehalten und Entlassungen wo möglich vermieden werden.

Tieferwertige Dienstleistungen sollen zentral aus Nearshore-Zentren erbracht werden. Gesamtstellenzahl in der Schweiz soll aber gehalten und Entlassungen wo möglich vermieden werden.
T-Systems Schweiz zentralisiert gewisse Dienstleistungen und verlagert sie an günstigere Standorte in Ungarn (Debrecen) und in die Slowakei (Kosice). Insgesamt, so wurde bereits vor einiger Zeit intern kommuniziert, sind 180 Stellen, also über 20 Prozent der total 850 Stellen des Outsourcers in der Schweiz, betroffen.
Aus Ungarn, wo T-Systems nach eigenen Angaben 1800 Mitarbeitende beschäftigt, werden das zentrale Helpdesk ("Global Service Desk") sowie gewisse Services wie "Engineering and Packing" (T-Systems nennt sie "Central End User Services") bezogen. Von dieser Verlagerung werden in der Schweiz etwa 100 der genannten 180 Stellen betroffen sein, wie T-Systems-Sprecherin Senta Kleger auf Anfrage gegenüber inside-it.ch sagte.
Entlassungen sollen möglichst vermieden werden
Die Verlagerung von 180 Jobs sei aber nicht mit Freistellungen gleichzusetzen, betont Kleger. T-Systems versuche, wo immer möglich "natürliche Abgänge" zu nützen, Mitarbeitende bei Kunden oder Lieferanten unterzubringen oder neue, höher qualifizierte Posten innerhalb der Firma für die Betroffenen zu finden. "Die machen das recht gut," bestätigt ein nicht genannt sein wollender Insider gegenüber inside-it.ch.
Total soll die Gesamtzahl von 850 Stellen bei T-Systems Schweiz gleich bleiben, so Kleger. Anstatt der ausgelagerten, einfacheren Dienstleistungen sollen aus der Schweiz vermehrt komplexere Services erbracht werden. Vor zwei Jahren allerdings gab T-Systems Schweiz den Personalbestand noch mit ungefähr 1000 an.
Klatt tritt am Montag an
Für Pierre Klatt, der nächsten Montag seinen Posten als Länderchef von T-Systems Schweiz antritt, dürfte die Situation nicht neu sein. Bereits als Verantwortlicher von EDS Schweiz musste er sich mit dem Thema "Rightshoring" (Verlagerung von Arbeitsplätzen und Aufgaben in Tieflohnländer) beschäftigten. (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

NoName hat die Schweiz weltweit am meisten angegriffen

Einer Auswertung von Cybersecurity-Spezialisten zufolge wurde die Schweiz in den letzten zwei Monaten global am meisten per DDoS attackiert.

publiziert am 23.8.2023
image

OVHcloud kauft einen deutschen Cloud-Provider

Mit der Übernahme von Gridscale treiben die Franzosen ihre geografische Expansion voran. Der IaaS- und SaaS-Anbieter hat auch RZ-Standorte in der Schweiz.

publiziert am 4.8.2023
image

St. Galler Primarschulen setzen auf Augmented Reality

Ein altbewährtes Lehrmittel im Kanton St. Gallen will mit der Technologie historische Orte realitätsnah vermitteln.

publiziert am 4.8.2023
image

AWS wächst deutlich schwächer als im Vorjahr

Amazon-CEO Andy Jassy lässt sich aber nicht beeindrucken, er hofft auf Künstliche Intelligenz. Und auch der härteste Konkurrent wuchs weniger stark.

publiziert am 4.8.2023