Expansionskapital für Schweizer "Internet-Datensafe"

8. Februar 2011, 10:02
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Zühlke und Avantec übernehmen die Mehrheit von DSwiss. Der Online-Speicher soll jetzt auch ausländischen Banken angeboten werden.

Zühlke und Avantec übernehmen die Mehrheit von DSwiss. Der Online-Speicher soll jetzt auch ausländischen Banken angeboten werden.
Das 2006 in Zürich gegründete, auf Online-Speicher spezialisierte Unternehmen DSwiss hat frisches Kapital bekommen, um auch international durchzustarten. Zühlke Ventures und Avantec übernehmen gemeinsam die Mehrheit an der DSwiss AG, wie es in einer Mitteilung heisst. Zühlke Ventures ist eine 100-prozentige Tochter der Zühlke-Gruppe und wurde gerade erst gegründet mit dem Ziel, technologieorientierte Start-ups zu fördern. Im Rahmen der Neulancierung von DSwiss übernimmt der bisherige Head of Business Development, Christian Schwarzer, per sofort die neu geschaffene Position des CEO.
Finanzielle Einzelheiten zum Deal gaben die Firmen nicht bekannt, nur so viel: Der Anteil von Avantec ist grösser als jener von Zühlke, was auch damit zu erklären ist, dass Avantec sozusagen Geburtshelfer von DSwiss war - es sind die gleichen Gründer am Werk. Wie einer dieser Gründer, Andreas Jacob, gegenüber inside-it.ch erklärt, suchte man gezielt nach "smart money", um die internationalen Expansionspläne umzusetzen. DSwiss bietet zwei Lösungen an: Seit 2009 werden unter dem Label "DataInherit" webbasierte Daten- und Passwortsafes für Privatkunden weltweit angeboten. In diesem B2C-Bereich zählt DSwiss 30'000 bis 40'000 Kunden aus über 100 Ländern. Hinzu kam letztes Jahr - unter dem DSwiss-Label - das Geschäft mit Banken, die ihren Kunden einen Internet-Datensafe für die sichere und langfristige Speicherung von persönlichen Dokumenten anbieten wollen.
Gemäss Jacob interessieren sich drei Viertel aller Schweizer Banken für den Internet-Datensafe. "Wir rennen offene Türen ein, die meisten Banken wollen eine solche Lösung lieber jetzt als später", so Jacob. Expandieren will man nun in ganz Europa, Deutschland steht zurzeit im Fokus. Dabei helfen dürfte sicher auch Zühlke. Die auch in Deutschland erfolgreiche Engineering-Firma arbeitet schon seit längerem mit DSwiss, war aber bisher nicht beteiligt. (mim)

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