eZürich: Jetzt wirds konkret

29. April 2011, 12:42
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Die Verwaltung der grössten Schweizer Stadt beginnt sich in Sachen eZürich zu bewegen: An einem stadtinternen Workshop wurden vier "Fahnenträger-Projekte" definiert. Erfreulich: Auch "Open Government Data" gehört dazu.

Die Verwaltung der grössten Schweizer Stadt beginnt sich in Sachen eZürich zu bewegen: An einem stadtinternen Workshop wurden vier "Fahnenträger-Projekte" definiert. Erfreulich: Auch "Open Government Data" gehört dazu.
TeilnehmerInnen aus der Verwaltung der Stadt Zürich, eine Vertreterin des Kantons Zürich sowie der Präsident der IG ICT der Zürcher Gemeinden nahmen verganene Woche an einem eineinhalb-tägigen Workshop zur Konkretisierung von eZürich (und der Schweiz) lanciert.
Nachdem die Stadt die Bevölkerung zu Vorschlägen im Rahmen von eZürich aufgerufen hatte macht sich nun die Verwaltung an die Umsetzung der ersten Projekte. So wurden letzte Woche vier "Fahnenträger-Projekte" definiert, die als erste positive Beispiele umgesetzt werden sollen.
Demokratisierung der Daten
Eines der vier Projekte, die die Stadtverwaltung nun anpacken will, betrifft "Open Government Data". Dabei geht es darum, dass Verwaltungen die Unmengen von Daten, auf denen sie sitzen, interessierten Kreisen (Bevölkerung, Wirtschaft, Interessengruppen, politischen Organisationen) über das Web zur Verfügung stellen. In diesem Bereich hat bereits eine Initialisierungssitzung stattgefunden, wie wir von eZürich gehört haben.
"CompiSternli", Meldewesen, "Fix my Zürich"
Die anderen drei "Fahnenträger-Projekte" überraschen nicht, wurden sie doch sowohl von der Bevölkerung im Rahmen des Ideenwettbewerbs wie auch von involvierten "Experten" stark bevorzugt. So ist das Projekt "CompiSternli", bei dem interessierte Schülerinnen und Schülern älteren Menschen beim Zugang zu den neuen Medien helfen, bereits angepackt worden.
Weiter will die Stadtverwaltung den Wunsch nach einer Online-Plattform ("Fix my Zürich"), auf der man Mängel und Schäden der städtischen Infrastruktur melden kann, verwirklichen. Zu guter letzt sollen Meldeprozesse im Bevölkerungsamt in vereinfacht werden.
Erfreuliche Bürgernnähe
Neben den vier nun losgetretenen "Fahnenträger-Projekten" soll nun bis Sommer 2011 - also in wenigen Monaten - die Strategie der Stadt in Sachen eZürich konkretisiert und die Rahmenbedingungen formuliert werden. Danach werden im Rahmen des "normalen" städtischen Budgets 2012 die Gelder beantragt.
Erfreulich finden wir, dass man sich bei der Stadt Zürich offenbar konkret überlegt, wo mit möglichst geringen Mitteln rasch relativ viel für das Entstehen einer modernen "E-Stadt" erreicht werden kann. Dazu gehört etwa, dass man das Potential des Webs für die Demokratisierung und Partizipation der BewohnerInnen einer Stadt nützt, wie es Zürich mit dem Projekt "Open Government Data" nun offenbar vor hat. (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: Wir sind Medienpartner von eZürich.)

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