eZürich soll breiter abgestützt werden

22. November 2013, 14:27
image

Der Zürcher Stadtrat ist zufrieden mit eZürich. Nun soll die Trägerschaft der Initiative erweitert werden. Ruf nach langfristiger Strategie.

Der Zürcher Stadtrat ist zufrieden mit eZürich. Nun soll die Trägerschaft der Initiative erweitert werden. Ruf nach langfristiger Strategie.
Vor gut drei Jahren lancierte der Stadtrat der Stadt Zürich eZürich), in der Nachwuchsförderung und im Projekt "Data Purse".
Ausserdem hat die Stadt ihre digitale Dienstleistungen in den letzten drei Jahren weiter entwickelt. Beispiele sind "eUmzug", auf dem bis heute 160 Datensätze zur Verfügung gestellt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Stärkung der Mediensozialisation. Hier unterstützt man etwa Menschen, die keinen Computer besitzen (Computerplätze in den Kreisbüros) und fördert de Zugang von alten Menschen zum Internet.
eZürich ist nicht "fertig"
Es bleibt gemäss dem Stadtrat aber noch viel zu tun. Die Stadt will die digitalen Dienstleistungen mit dem "virtuellen Stadthaus" noch ausbauen. Und man will die Marke eZürich als "Qualitätslabel mit Signalwirkung" beibehalten.
Der wohl wichtigste Effekt von eZürich war, dass es der Stadt gelungen ist, Lehre und Forschung, die lokale und die internationale ICT-Industrie und die Politik näher zusammenzubringen. Man will nun die Kooperation zwischen den verschiedenen Playern in Stadt und Region fortsetzen, verspricht der Stadtrat in seiner Bilanz zu eZürich.
Allerdings soll eZürich nicht mehr alleine von der Initiative der Stadt abhängen. "Nun muss die Trägerschaft breit abgestützt werden, denn "eZürich" ist keine Initiative, welche an den Stadtgrenzen endet," lässt sich Stadtrat Leupi, der als Finanzchef für eZürich verantwortlich ist, in einer Mitteilung zitieren.
Studie verlangt langfristige Strategie
Im Rahmen der eZürich-Kampagne hat die Stadt Zürich von der Uni St.Gallen untersuchen lassen, wie es um die Förderung der Innovationskraft in der Grossregion Zürich steht und welche Massnahmen zu ergreifen sind. Die immerhin 70-seitige Studie wurde heute veröffentlicht.
Die beiden AutorInnen vergleichen die Region Zürich mit den bekannten ICT-Clustern Silicon Valley, München und Stockholm und analysiert, weshalb ein Cluster Erfolg hat oder eben nicht. Auffallend ist, wie viele verschiedene Organisationen, Institutionen, Schulen und Behörden auf Bundes-, Kantons- und Gemeinde-Ebene versuchen, den ICT-Standort Zürich zu fördern. Alleine die Beschreibung aller Strukturen und Aktivitäten zur Förderung des ICT-Standorts Zürich umfasst fünf eng bedruckte Textseiten.
Zum Schluss formulieren die beiden AutorInnen sieben Empfehlungen. Die wichtigste: Die Region brauche eine langfristige Strategie für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren seitens der Politik. Die "Vision" des Stadtrats, Zürich solle ein internationaler Top-ICT-Standort werden, müsse nun "in einer klaren Strategie konkret aufgeführt werden."
Der Stadtrat regiert positiv auf diese Empfehlung: "Die Forderung nach einer klaren ICT-Strategie für den Wirtschaftsraum Zürich kann ich unterstützen", so Leupi.
Weitere Empfehlungen betreffen den Aufbau eines Markenimages, einer zentralen Anlaufstelle für Startups, die Verbesserung der Vernetzung, den Aufbau eines "Gründerfonds", anhaltende Investitionen in die Infrastruktur und die anhaltende Förderung des Nachwuchses. (hc)

Loading

Mehr zum Thema

image

Der Zürcher Kantonsrat arbeitet mit CMI

Der Rat bereitet seine wöchentliche Sitzung mit CMI vor und wickelt sie zeitgemäss digital ab. Da die Sitzungen wegen Umbauarbeiten im Rathaus in ein Provisorium ausweichen müssen, punktet die digitale Sitzungslösung durch das Minimum an nötiger Infrastruktur zusätzlich.

image

Das neue sichere Bundes­netzwerk nimmt Form an

Soeben wurden weitere Gelder für den Netzbau des sicheren Daten­verbund­systems gesprochen. Zudem ist die Stelle der Projektleitung dafür ausgeschrieben. Wir haben beim Babs nach dem Stand des 240-Millionen-Projekts gefragt.

publiziert am 6.2.2023
image

Anti-Fake-News-Initiative ist vorerst vom Tisch

Mit einem Vorstoss sollten Betreiber in die Pflicht genommen werden, wenn auf ihren Onlineplattformen Falschinformationen verbreitet wurden. Zunächst sind aber Abklärungen nötig.

publiziert am 3.2.2023
image

Der Wandel im Beschaffungsrecht

Am 02. Februar 2023 ist das erste Event seiner Art – "E-Government im Fokus" – von inside-it.ch über die Bühne gegangen. Wir haben mit 4 Speakern diskutiert, die das Beschaffungswesen in- und auswendig kennen.

publiziert am 3.2.2023