eZurich: Industrie dominiert Entscheidungsfindung

15. Dezember 2010, 17:16
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Die Online-Ausgabe der Zürcher Zeitschrift 'Computerworld' hat heute die aktuelle Teilnehmerliste des dreitägigen Workshops im Januar von eZuerich publiziert. Unter dem Label eZürich lancierte die grösste Schweizer Stadt einen Wettbewerb, mit dem die besten Ideen für "Zürichs digitale Zukunft" gefunden werden sollen. In dem Workshop vom 20. bis zum 22. Januar sollen Experten die Ideen bewerten und auch eigene Projekte einbringen. Die Stadt Zürich wird dann maximal drei Projekte auswählen, die umgesetzt werden sollen.
Die nun publizierte Teilnehmerliste des Workshops zeigt, dass die Stadt als Experten fast auschliesslich nur Vertreter der ICT-Industrie selbst rekrutiert hat. Neben acht Leuten aus der lokalen Industrie sind auch die Chefs der Schweizer Niederlassungen der ICT-Riesen fast vollständig dabei, so etwa Peter Waser von Microsoft, Isabelle Welton von IBM, Thomas Meyer von Accenture und Hauke Stars von HP.
Auch Spitzenleute aus der Finanzindustrie, die in Zürich sowohl ein sehr grosser ICT-Konsument wie auch ein -Hersteller ist, sind stark vertreten, ebenso wie die Vertreter von Politik und Verbänden, von denen mit Ruedi Noser (ICTSwitzerland), Thomas Flatt (SwissICT) und Stefan Metzger (Swico) die drei wichtigsten Verbände mitmachen. Ebenfalls dabei sind immerhin vier StadträtInnen (die Stadtzürcher Exekutive hat neun Mitglieder), Peter Fischer vom Bund und weitere Top-Beamte aus der Stadt.
Die Bevölkerung (und auch die lokale Wirtschaft abgesehen von der ICT-Industrie) soll hingegen nur mit den drei Topthemen aus dem Ideenwettbewerb, nicht aber mit eigenen "Experten" vertreten sein. Das ist gefährlich, denn die ICT-Industrie selbst neigt naturgemäss dazu, Projekte nach den zu erhoffenden Umsätzen zu beurteilen. (hc)

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