Facebook & Co. gaben private Daten an Werbekunden weiter

21. Mai 2010, 13:04
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Soziale Netzwerke wie Facebook oder MySpace sollen ihren Werbekunden weit mehr Details über ihre Nutzer verraten haben, als dies allgemein üblich sei.

Soziale Netzwerke wie Facebook oder MySpace sollen ihren Werbekunden weit mehr Details über ihre Nutzer verraten haben, als dies allgemein üblich sei. Gemäss einem Bericht des 'Wall Street Journal' (WSJ) soll es diversen Werbenetzwerken zumindest theoretisch möglich gewesen sein, Nutzer eindeutig zu identifizieren, da mit einem Klick auf eine Anzeige teilweise der Nutzername oder eine User-ID mitgeliefert wurde. Nachdem die Social Networks vom WSJ informiert wurden, hätten Facebook und MySpace damit begonnen, die entsprechenden Codes umzuschreiben. Facebook hat den umgeschriebenen Code seit Donnerstag im Einsatz und die Lücke damit geschlossen.
Die Werbenetzwerke, darunter DoubleClick (Google) und Right Media (Yahoo), sagten gegenüber der Zeitung, dass sie nicht gewusst hätten, dass diese Daten übertragen wurden und hätten diese auch nicht genutzt. Mit einem Klick auf ein Werbebanner werden in der Regel nur unpersönliche Daten, wie etwa die Adresse der Seite, auf welcher man auf das Banner geklickt hat, übermittelt. Bei sozialen Netzwerken allerdings enthält die URL vielfach den Nutzernamen oder eine eindeutige ID des Nutzers. (bt)

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