Facebook: Schweizer verraten gerne ihr Geburtsdatum

24. April 2012, 15:03
  • security
  • facebook
  • europa
  • schweiz
  • privatsphäre
image

Eine Studie von secure.me zeigt das Nutzungsverhalten der Schweizer auf Facebook im europäischen Vergleich.

Eine Studie von secure.me zeigt das Nutzungsverhalten der Schweizer auf Facebook im europäischen Vergleich.
Der Social-Network- und App-Security-Spezialist secure.me untersuchte das Navigieren von 75'000 Facebook-Mitgliedern in elf europäischen Ländern inklusive der Schweiz, um das Verhalten der Nutzer im Hinblick auf den Schutz ihrer persönlichen Daten, Reputation und Sicherheit zu beleuchten. Neben der Schweiz hat secure.me "Facebookler" aus Deutschland, Österreich, Grossbritannien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Portugal, Italien, Russland und der Türkei untersucht.
Wer hat heute Geburtstag?
Die Schweizer schützen ihre Privatsphäre auf Facebook besser als andere Länder. Dennoch gehen sie mit sensiblen Daten eher unvorsichtig um, mehr als zwei Drittel geben auf FB ihren Wohnort, Geburtstag, Beziehungsstatus, ihre Familienmitglieder oder politische Einstellung an. Gut vier von fünf Personen (78 Prozent) veröffentlichen ihr Geburtsdatum auf Facebook. Keine andere Nation veröffentlicht so gerne das eigene Geburtsdatum wie die Schweizer. Gefolgt wird das Alpenland von den Portugiesen mit 75 Prozent und den Russen mit 74 Prozent. Spanier sind hierbei am vorsichtigsten: Nur etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) tragen ihr Geburtsdatum bei Facebook ein, gefolgt von französischen (58 Prozent) und deutschen (63 Prozent) Mitgliedern des sozialen Netzwerks. Laut secure.me heisst die Devise "weniger ist mehr", denn je weniger Informationen bei Facebook veröffentlicht werden, desto weniger werden sie für Identitäts-Diebstahl missbraucht.
Generell sind Europäer sehr offenherzig mit privaten Informationen. Secure.me hat herausgefunden, dass rund drei Viertel der Facebook-Nutzer in Europa persönliche Daten in ihren Facebook-Profilen angeben.
Kein Spam - dafür vulgäre Sprüche
Die Schweizer halten ihre Facebook-Chronik relativ sauber und schützen sich vor Spam und gefährlichen Apps. Nur circa jeder fünfte Nutzer (22 Prozent) hat gefährliche Inhalte auf seiner Chronik - im europäischen Durchschnitt ist das wenig. Unter den Franzosen haben beispielsweise 36 Prozent schadhafte Inhalte im Profil, die Gefahren wie Spam, Phishing oder Viren bergen.
Allerdings findet man bei fast zwei Dritteln der Schweizer (59 Prozent) vulgäre Ausdrücke im Facebook-Freunde-Netzwerk. Damit haben Schweizer Facebook-Mitglieder zwar hinter den Holländern (57 Prozent) und vor den Deutschen und Italienern (beide 60 Prozent) fast die "nettesten" Freunde Europas, allerdings haben etwa die Hälfte (47 Prozent) der Nutzer "kritische" Begriffe in ihrer eigenen Chronik. (hal)

Loading

Mehr zum Thema

image

Cyberangriff auf die Uni Zürich

Die Angreifer scheinen äusserst professionell vorzugehen, erklärt die Zürcher Hochschule. Noch gebe es keine Hinweise, dass Daten verschlüsselt oder abgegriffen worden sind.

publiziert am 3.2.2023
image

So arbeiten Googles interne Hacker

Hoodies, Plasmalampen, digitale Brandstiftung. Daniel Fabian, Leiter von Googles Team Red, zeigt Praktiken seiner Hacker-Gruppe.

publiziert am 2.2.2023
image

In der Schweizer IT-Branche steigen die Löhne weiter

Michael Page hat seine neue Lohnübersicht veröffentlicht. Kandidatenmangel und Inflation führen zu steigenden Lohnerwartungen. Mit welchen Löhnen IT-Beschäftigte rechnen können.

publiziert am 2.2.2023
image

Cyberangriff auf Adesso Deutschland

Kriminelle haben Systeme kompromittiert und Daten kopiert. Kundendaten sind laut dem IT-Dienstleister nicht abgeflossen.

publiziert am 2.2.2023