Fedpol warnt vor "Fedpol"-Mails

10. Juli 2015 um 14:06
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Seit einigen Tagen sind Phishing-E-Mails mit dem angeblichen Absender "Bundesamt für Polizei" (Fedpol) im Umlauf.

Seit einigen Tagen sind Phishing-E-Mails mit dem angeblichen Absender "Bundesamt für Polizei" (Fedpol) im Umlauf. In der E-Mail heisst es, dass bei Gericht Beschwerde gegen den Empfänger eingereicht worden ist. Ausserdem enthält die E-Mail einen Link zum angeblichen Gerichtsfall, unter dem die nötigen Informationen heruntergeladen werden können.
Wer dem Link folgt, landet auf einer "sehr guten Fälschung der Internetseite des Bundesamtes für Polizei", heisst es in einer Medienmitteilung. Dort werden Benutzer aufgefordert ein Captcha einzugeben, um sämtliche Informationen herunterzuladen. "In Wirklichkeit laden die Betroffenen damit jedoch eine gefürchtete Version der Malware Cryptolocker herunter", schreibt Fedpol.
Bei Cryptolocker handelt es sich um Ransomware, die Dateien auf dem PC der Betroffenen verschlüsselt. Die Kriminellen stellen daraufhin eine Geldforderung, bei deren Bezahlung das Opfer den Schlüssel enthalten soll, mit dem die Dateien wiederhergestellt werden können. Es wird geraten nicht auf diese Erpressung einzugehen, denn trotz Bezahlung ist es gut möglich, dass die Daten nicht freigegeben werden.
Nachdem letzte Woche eine Welle an Mails mit dem vermeintlichen Absender Fedpol versendet wurde, habe die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik) die Löschung der Seite auf einem ausländischen Server erwirkt. Nun jedoch gibt es eine zweite Welle an fast identischen Mails, die auf andere, noch aktive gefälschte Fedpol-Seiten verweisen. (kjo)

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