Festnetzbreitband verliert an Bedeutung

24. September 2013, 09:52
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Der neuste Bericht "The State of Broadband 2013" zeigt: Die Zahl der mobilen Breitbandanschlüsse wächst stark, während Festnetzbreitband an Bedeutung verliert.

Der neuste Bericht "The State of Broadband 2013" zeigt: Die Zahl der mobilen Breitbandanschlüsse wächst stark, während Festnetzbreitband an Bedeutung verliert.
Europa hält laut dem jüngsten Bericht der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) bei der Internet-Anbindung der Haushalte seit Jahren - derzeit 77 Prozent der Haushalte - die Spitzenposition deutlich vor den amerikanischen Ländern (61 Prozent) und anderen Regionen der Welt. Doch diese Dominanz differenziert sich stark, wenn man die Situation der festen mit der mobilen Breitbandanbindung vergleicht. Während die Schweiz mit 41,9 von 100 Haushalten bei den 193 untersuchten Ländern als die Nummer eins in Sachen Festanschlüssen gilt und hierbei ausschlieslich europäische Nationen die Top-10 der Liste anführen, sieht es bei den mobilen Anschlüssen ganz anders aus. Hier dominieren Singapur, Japan und Korea sowie einige skandinavische Länder, deren mobile Breitbanddurchdringung pro Haushalt laut ITU vielfach schon "über 100 Prozent" liegt.
International sind es laut ITU bereits 70 Länder, in denen mehr als die Hälfte der Bevölkerung das Internet nutzt, wobei es europaweit meist schon vier von fünf Haushalten oder mehr sind. Dennoch zeichnet sich ab, dass immer mehr Länder den klassischen Breitband-Festanschluss überspringen. Im globalen Durchschnitt sind nur 9,1 Prozent der Haushalte traditionell ans Internet angeschlossen, mobile sind es bereits 22,1 Prozent der weltweiten Haushalte. Bei der mobilen Anbindung liegen, um ein Beispiel zu geben, die Schweiz und Deutschland mit den Plätzen 39 und 40 hinter Griechenland (Platz 35) und Kasachstan (Platz 38) und nur knapp vor Bulgarien (Platz 41).
Seit 2008 verzeichnet die ITU hier Wachstumsraten von 30 Prozent an neuen mobilen Abos pro Jahr, womit die mobile Breitbandtechnik zu den am schnellsten wachsenden Marktsegmenten der ICT-Branche zählt. Die vorliegenden Zahlen aus "The State of Broadband 2013" nutzt die ITU denn auch, um unter verschiedensten Fragestellungen den ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel zu diskutieren, der mit dieser rasanten Entwicklung einhergeht. (vri)

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