Festplatten-Dürre: Hersteller können Nachfrage nicht decken

18. Dezember 2009, 10:27
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Zu pessimistische Annahmen führen zu Engpässen im Harddisk-Markt.

Zu pessimistische Annahmen führen zu Engpässen im Harddisk-Markt.
Noch vor kurzem haben die Festplatten-Hersteller ihre Produktion aufgrund der Wirtschaftslage gedrosselt, heute sind Lieferschwierigkeiten die Folge. So sagt etwa Bernd Breinbauer, Regional Sales Director für Zentraleuropa bei Seagate, gegenüber dem Branchendienst 'Computer Reseller News', "Wir sind ausverkauft". Bis zum Ende des ersten Quartals 2010 werde Seagate seine Reseller nicht mit genügend Festplatten versorgen können, so Breinbauer weiter. Zwar verfüge der Hersteller prinzipiell über genügend Produktionskapazitäten, doch nachdem man diese vor einigen Monaten stark reduziert habe, komme man im nun wieder kräftig wachsenden Markt mit der Produktion nicht mehr nach.
Von den Lieferschwierigkeiten ist aber nicht nur Seagate betroffen, wie Littlebit-Chef Patrick Matzinger betont. Matzinger, ein intimer Kenner der Harddisk-Branche, sagt gegenüber inside-channels.ch, dass grundsätzlich alle Hersteller davon betroffen sind, insbesondere wichtige Produkte wie 2,5 Zoll-Platten mit 500 GB Kapazität, sowie 3,5 Zoll-Festplatten mit 500 GB, 1 TB, 1,5 TB und 2 TB Kapazität seien im November und Dezember über Wochen fast nicht verfügbar gewesen. Die Veröffentlichung von Windows 7 habe zudem den Bedarf an grossen 3,5 Zoll-Festplatten gesteigert und damit zusätzlich das Problem verschärft. Allerdings sei nun eine leichte Verbesserung der Situation festzustellen, auch wenn der Naschub in den nächsten Wochen weiter knapp bleiben werde, so Matzinger abschliessend. (Thomas Brühwiler)

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