Festplatten: Mit 20'000 rpm gegen SSDs

9. Juni 2008, 13:41
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Der Festplattenhersteller Western Digital arbeitet an einer neuen Generation von "Raptor"-Festplatten mit einer Drehzahl von 20'000 Umdrehungen pro Minute.

Der Festplattenhersteller Western Digital arbeitet an einer neuen Generation von "Raptor"-Festplatten mit einer Drehzahl von 20'000 Umdrehungen pro Minute. Das berichtet das britische Hardware-Portal 'bit-tech.net' unter Berufung auf Quellen im Umfeld der Festplatten-Industrie. Durch die mit der höheren Drehzahl verbundenen Leistungssteigerung sollen die traditionellen Harddisks im kommenden Konkurrenzkampf gegen die auf Flash-Speicher basierenden "Solid State Disks" (SSDs) bessere Chancen erhalten.
Bislang konnten Festplatten vor allem durch den deutlich geringeren Preis gegenüber SSDs punkten. Im Rahmen der Computex in Taipeh in der Vorwoche wurden aber von verschiedenen Anbietern günstigere SSDs in Aussicht gestellt. Durch die fallenden Preise wird die Technologie zunehmend attraktiv als Alternative zu klassischen Festplatten. Sun Microsystems hat in der Vorwoche erstmals auch SSD-Produkte für den Server-Bereich angekündigt.
Ein wesentlicher Vorteil der SSDs gegenüber Festplatten ist die bessere Performance bei Input-Output-Operationen pro Sekunde. In diesem Bereich könnten Festplatten durch höhere Drehzahlen zulegen. Eine Drehzahl 20'000 rpm (rounds per minute) wäre immerhin ein Drittel mehr als bei den bislang hochtourigsten Festplatten auf dem Markt.
"Ich denke, das Steigern der Drehzahl folgt einem Gesetz des abnehmenden Ertrags, was die Performance-Steigerung betrifft", gibt sich Claus Egge, IDC Program Director, European Storage Systems Research, gegenüber 'pressetext' aber skeptisch. Zwar werde der Datentransfer schneller, wenn der Schreib-Lese-Kopf der Festplatte an der richtigen Position ist, doch bleibe das Problem der Suchzeiten gleich. "Weiters verursacht ein Steigern der Drehzahl eine höhere Hitzeentwicklung und mehr unerwünschte Vibrationen", fährt Egge fort.
Das bedeutet, dass zwei bekannte Nachteile gegenüber SSDs verstärkt werden, wenn nicht geeignete Kompensationstechnologien zum Einsatz kommen. (pte)

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