Festplattenhersteller: Letzte Auswirkungen der Flut in Thailand

26. Juli 2013, 14:19
  • international
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Festplattenhersteller haben zurzeit nichts zu lachen.

Festplattenhersteller haben zurzeit nichts zu lachen. Der krisengeschüttelte PC-Markt macht ihnen das Leben schwer. Seagate und Western Digital, die sich den Festplattenmarkt inzwischen fast ganz untereinander aufteilen, litten entsprechend im jüngsten Quartal.
Seagate konnte im vierten Quartal 3,4 Milliarden Dollar umsetzen, verglichen mit 4,5 Milliarden im selben Quartal vor einem Jahr. Der Gewinn ging von knapp einer Milliarde auf 348 Millionen Dollar zurück. Auch die Zahl der ausgelieferten Festplatten ging von knapp 66 auf knapp 54 Millionen zurück. Nichtsdestotrotz, Analysten befürchteten schlimmeres.
Beim US-Festplattenhersteller Western Digital siehts nicht viel besser aus. Das Unternehmen musste einen Umsatzrückgang von rund 22 Prozent auf 3,73 Milliarden Dollar hinnehmen, und der Nettogewinn brach um 44 Prozent auf 416 Millionen Dollar ein. Die Anzahl ausgelieferter Laufwerke sank von 71 Millionen im Vorjahr auf 59,9 Millionen in diesem Jahr.
Auswirkung der Flutkatastrophe in Thailand
Die Ursache für die schlechten Zahlen ist aber nicht nur der sinkende Absatz. Vor einem Jahr waren die Preise für Festplatten wegen der Flutkatastrophe in Thailand, die zu einer Festplatten-Knappheit führte, noch deutlich höher. Damit hatten die Hersteller im Vorjahr ein besonders ertragreiches Quartal. Nun wollen beide Unternehmen ihre Abhängigkeit vom Festplattenmarkt reduzieren und andere Speichermedien in ihre Produktlinien aufnehmen. (lvb)

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