Filesharer lassen nicht locker

29. August 2005, 04:55
  • technologien
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Immer noch wird mehr als die Hälfte des weltweiten Internet-Datenverkehrs durch P2P-Netzwerke verursacht.

Immer noch wird mehr als die Hälfte des weltweiten Internet-Datenverkehrs durch P2P-Netzwerke verursacht.
Nach Zahlen des britischen Internet-Überwachers CacheLogic waren Peer-to-Peer-Netzwerke Ende 2004 rund 60 Prozent des gesamten Datenverkehrs verursacht. CacheLogic veröffentlichte ausserdem vor kurzem Daten darüber, wie sich dieser P2P-Verkehr auf verschiedene Fileformate aufteilt. Diese Zahlen beruhen ausnahmsweise nicht auf (Zum Teil wilden) Schätzungen, sondern auf einer Zählung von Datenpaketen.
Demgemäss machen Audiodaten gegenwärtig 11,3 Prozent des P2P-Verkehrs aus, während Videos für den Löwenanteil von 61,4 Prozent verantwortlich sind. (Ein Videofile dürfte im Schnitt etwa hundert Mal grösser als ein Musikfile sein. Es werden also weiterhin sehr viel mehr Musikstücke ausgetauscht als Filme.)
Zumindest die Videotauscher scheinen sich ausserdem von den Anti-Filesharing-Aktionen der Filmindustrie nicht in Boxhorn jagen zu lassen. Eine Auswirkung haben diese allerdings doch: Gemäss CacheLogic war BitTorrent noch vor einem Jahr das meistbenützte Netzwerk. Dieses Jahr habe nun das (eigentlich ältere) eDonkey/eMule-Netzwerk BitTorrent wieder überholt. BitTorrent stand stark im Fokus der Filmindustrie, die vor allem gegen die Websites vorging, auf denen die User die zum Download notwendigen BitTorrent-Links finden. Beim eDonkey-Netzwerk gibt es weder diese Linksites noch zentrale Server, so dass das System keine zentralen Angriffspunkte für die Film- und Musikindustrie bietet. Auch in diesem Netzwerk kann sie allerdings versuchen, einzelne User zu identifizieren und anzuzeigen, wenn sie illegal Files tauschen. (hjm)

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