Finance Forum wird exklusiver und expandiert ins Welschland

31. Oktober 2007, 13:18
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Das Finance Forum will weniger Aussteller und baut sich ein Standbein in Genf auf.

Das Finance Forum will weniger Aussteller und baut sich ein Standbein in Genf auf.
Am 6. und 7. November findet im Zürcher Kongresshaus zum 17. Mal das Finance Forum statt, wo sich alljährlich Mitglieder der Schweizer Finanz- und IT-Branche über aktuelle Herausforderungen und Themen der Finanzwelt austauschen. Traditionellerweise sind die auf die Finanzindustrie spezialisierten IT-Dienstleister wie etwa Comit oder Hersteller von Banken-Software wie Avaloq gut vertreten. Während die diesjährige Ausgabe noch bevorsteht, schaut man bereits auf das Jahr 2008 – und: über den Röstigraben.
René Meier, Managing Partner Finance Forum, sagte heute an einer Presseveranstaltung in Zürich, dass nächstes Jahr die Anzahl Stände von derzeit 166 auf 100 reduziert wird. Dies nicht, weil kein Interesse besteht – im Gegenteil, es gibt immer mehr Bewerber als Plätze und auch dieses Jahr ist die Ausstellung wieder ausverkauft. Der Grund ist vielmehr, dass eine gewisse Exklusivität bewahrt werden soll. Es ist ein mutiger Schritt, doch zeigen die Organisatoren damit, dass weniger manchmal mehr ist. Meier schätzt, dass nächstes Jahr letztlich nur etwa 30 Aussteller weniger als dieses Jahr mit von der Partie sein werden, weil ja die Möglichkeit besteht, mehrere Aussteller pro Stand zu positionieren.
Grundsätzlich erwartet man 2008 durch diese gewollte Verkleinerung mehr Networking und Interaktion. Der selbe Gedanke steht auch hinter der Idee, in Genf ein Pendant zum zürcherischen Finance Forum aufzuziehen. Am 2. Oktober 2008 findet das erste Finance Summit im Grand Hotel Kempinsky statt. Damit vollzieht das Finance Forum den Sprung über den Röstigraben nach Genf, wo der Fokus insbesondere auf dem Private Banking liegt.
Dieses Jahr bleibt noch (fast) alles beim Alten. Zu erwähnen ist sicher der Fokus auf die virtuelle Welt Second Life. Die Idee dahinter ist, dass man sich heute mit der "Generation Web 2.0" auseinandersetzen soll, die schliesslich in wenigen Jahren zur potenziellen Kundschaft gehört. Zudem wird der Kampf um qualifizierte Mitarbeitende - "War for talents" genannt - auch in der virtuellen Welt ausgetragen. Darüber hinaus stellt sich jedoch die Frage, ob sich die Investitionen in virtuelle Welten insbesondere für Finanzinstitute längerfristig lohnen. Nach einem anfänglichen Hype ist seit einigen Monaten ein Rückzug aus Second Life zu beobachten. Bereits ist von "First Death of Second Life" die Rede.
Wer über diese Thema wie auch über aktuelle Tendenzen und Trends in der Finanz- und IT-Welt mitdiskutieren möchte, ist am Finance Forum sicher an der richtigen Adresse. Weitere Informationen sind hier erhältlich. (Maurizio Minetti)

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