Finma genehmigt ersten Kryptofonds

29. September 2021, 09:11
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Bestimmungen sollen technologieneutral sein, findet die Finanzmarktaufsicht. Aber neue Technologie solle nicht genutzt werden, um bestehenden Regeln zu umgehen.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht hat erstmals einen schweizerischen Fonds genehmigt, der vorwiegend in Kryptoassets investiert. Es handelt sich dabei um den "Crypto Market Index Fund", einen Anlagefonds schweizerischen Rechts der Art "übrige Fonds für alternative Anlagen" mit besonderem Risiko. Laut einer Mitteilung der Finma ist der Vertrieb des Fonds auf qualifizierte Anleger beschränkt.
Um seriöse Innovation zu ermöglichen, wende man die geltenden finanzmarktrechtlichen Bestimmungen technologieneutral an, schreibt die Finma. Dabei gelte der Grundsatz "same risks, same rules". Die Finma achte darauf, dass neue Technologien nicht dazu genutzt werden, die bestehenden Regeln zu umgehen, und dass die Schutzziele der Finanzmarktgesetze gewahrt werden.
Da mit Kryptoassets besondere Risiken einhergehen würden, sei die Genehmigung des Fonds an besondere Anforderungen geknüpft, heisst es in der Mitteilung weiter. So dürfe der Fonds nur in etablierte Kryptoassets mit genügend grossem Handelsvolumen investieren. Darüber hinaus müssten die Investitionen über etablierte Gegenparteien und Plattformen erfolgen, die über einen Sitz in einem Mitgliedsstaat der Financial Action Task Force (FATF) verfügen und entsprechenden Geldwäschereibestimmungen unterstellt sind. Schliesslich gebe es für die involvierten Institute besondere Anforderungen mit Blick auf Risikomanagement und Reporting.

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