Finma leiht sich einen provisorischen IT-Chef

21. Juli 2014, 13:57
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Dringlichkeitsklausel ersetzt offizielle Ausschreibung.

Dringlichkeitsklausel ersetzt offizielle Ausschreibung.
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht, Finma, holt sich einen provisorischen Informatik-Leiter von einem Personalverleiher, wie die 'Schweiz am Sonntag' (SaS) berichtet. Dabei wird der Verzicht auf eine öffentliche Ausschreibung mit einer Dringlichkeitsklausel erklärt.
Der Auftrag ging an Acuenta Interimsmanagement in Zürich. Wer die Stelle besetzt, oder was der Vorgänger jetzt macht, wollte der Finma-Pressesprecher Vinzenz Mathys weder der 'SaS' noch gegenüber inside-it.ch konkretisieren. Laut SaS meint Tobias Lux, ebenfalls Finma-Pressesprecher, lediglich: "Da der bisherige Leiter ICT eine neue Funktion innerhalb der Finma übernimmt, überbrückt die Finma mit einem Ad-interim-Manager, bis ein Nachfolger gefunden ist." Zudem betonte Finma, dass kein Skandal vorgefallen sei.
Ein Beschaffungswesen-Spezialist wundert sich gegenüber 'SaS': "Gemäss Rechtsprechung und allgemeiner Rechtslehre kann Dringlichkeit nur gegeben sein, wenn Unvorhersehbares eintritt. Ein Ereignis wie ein Erdbeben etwa oder Krieg."
Der ganze Spass kostet die Finma 370'000 Franken, oder etwa 41'000 Franken pro Monat, und ist für neun Monate vorgesehen. Das seien die maximalen Kosten, anhand der branchenüblichen Tarife berechnet, so Lux. (csi)

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