Finma: Neue Option für die Online-Identifizierung

16. November 2020, 16:37
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Die Finma revidiert das Rundschreiben für die Video- und Online-Identifizierung. Kunden sollen den Chip ihres Passes auslesen können.

Mit Änderungen bei den Bestimmungen für die Video- und Online-Identifizierung von Kunden sollen Banken eine neue Möglichkeit erhalten: das Auslesen und Prüfen von Daten auf dem Chip des biometrischen Passes des Kunden.
Dabei werde der Mikrochip im biometrischen Pass über ein NFC-Lesegerät auf dem Smartphone ausgelesen. Mittlerweile würden dies einige Apps ermöglichen. Das Auslesen der Chips stelle nach derzeitigem Stand der Technik eine sichere Möglichkeit zur Validierung der Echtheit von Identifizierungsdokumenten dar, schreibt die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma).
Während bisher noch ein Foto des Ausweises gemacht werden muss, könnten durchs Auslesen des Chips die darauf hinterlegten Ausweisdaten, inklusive Originalfoto des Ausweisinhabers, direkt eingesehen werden. Das verbessere die Datenqualität markant. Die Finma betont, dass dabei lediglich die Personalangaben und das Foto übermittelt würden, jedoch keine weiteren biometrischen Daten.
Das Rundschreiben für die Video- und Online-Identifikation ist 2016 erstmals in Kraft getreten und wurde 2018 angepasst. Nun folgt die nächste Teilrevision, da sich die Technologie weiter gewandelt habe, schreibt die Finma. Mit dieser zweiten Teilrevision solle dem Wandel Rechnung getragen werden. Die Innovationsfähigkeit und Technologieneutralität soll dabei ebenso sichergestellt sein wie die effektive Geldwäschereibekämpfung, heisst es in der Mitteilung.
Zunächst führt die Finma nun bis zum 1. Februar 2021 eine Anhörung durch. Die Änderungen sollen dann Mitte 2021 in Kraft treten. 

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