Finnen schmeissen Fixtelefone weg

30. Juli 2007, 13:02
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Über die "Fixed-mobile substitution", den Trend, dass immer mehr Telefonate über Handys statt über Festnetztelefone geführt werden, wird schon lange gesprochen.

Über die "Fixed-mobile substitution", den Trend, dass immer mehr Telefonate über Handys statt über Festnetztelefone geführt werden, wird schon lange gesprochen. Obwohl sie in vielen Ländern schon recht weit fortgeschritten ist, scheint die Verlagerung sich in Europa gegenwärtig noch zu beschleunigen, berichtet das Marktforschungsinstitut Analysys.
Am willigsten scheinen sich dabei die Finnen von ihren Festetelfonen zu trennen. Schon Ende 2005 wurden in Finnland 64,6 Prozent aller Gespräche von Mobiltetefonen aus geführt. Bereits dies war der grösste Mobilanteil in Europa - und trotzdem stieg er danach weiterhin am schnellsten, bis Ende 2006 um weitere 10 prozent auf fast 75 Prozent. Nächstes Jahr, so prognostoziert Analysys, werden in Finnland 9 von 10 Telefonminuten aus Mobilgesprächen stammen.
Aber auch in deutlich weniger "handyphilen" Ländern beschleunigt sich nun die Verlagerung. In Deutschland zum Beispiel, so Analysys, stieg der Anteil der Handyminuten von 17,5 Prozent Ende 2005 auf 24,3 Prozent Ende 2006 und zeigte damit die bisher absolut gesehen höchste Steigerungsrate überhaupt. (hjm)

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