Finnova akzeptiert Avaloq-Entscheid der AKB

15. Dezember 2008, 10:16
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Im Kanton Aargau scheint die Kontroverse um den Avaloq-Auftrag der Aargauischen Kantonalbank (AKB) beendet – obwohl viele es immer noch nicht verstehen können, weshalb die einheimische Staatsbank einen Zürcher Bankensoftware-Anbieter der Lenzburger Finnova vorzieht.

Im Kanton Aargau scheint die Kontroverse um den Avaloq-Auftrag der Aargauischen Kantonalbank (AKB) beendet – obwohl viele es immer noch nicht verstehen können, weshalb die einheimische Staatsbank einen Zürcher Bankensoftware-Anbieter der Lenzburger Finnova vorzieht. Die AKB hatte im Sommer bekannt gegeben, bis 2010 für 60 Millionen Franken von der jetzigen Bankensoftware IBIS auf Avaloq zu wechseln. Die AKB begründet den Entscheid für Avaloq mit strategischen Überlegungen.
Die im vergangenen September von der Aargauer FDP eingereichte Interpellation zu diesem Thema ist mittlerweile von der Aargauer Regierung beantwortet worden, wie heute die 'Aargauer Zeitung' berichtet. Die AKB kommt dabei nicht gut weg: "Formell hätte die erwähnte Auftragsvergabe gemäss den Bestimmungen des Submissionsdekrets zu erfolgen", moniert die Regierung. Sie kommt laut der Zeitung zum Schluss, die AKB habe "nicht klug gehandelt", als sie die einheimische (und günstigere) Variante ausschlug. Konsequenzen wird es aber offenbar nicht geben.
Finnova-Chef Charlie Matter wird in der 'Aargauer Zeitung' mit der Aussage zitiert, dass der Fall für Finnova nun erledigt sei. Die Firma verzichte auf ein Beschwerdeverfahren und wolle nicht als schlechte Verliererin dastehen. Die Zeitung weist abschliessend darauf hin, dass das Kantonalbankgesetz verlangt, dass die AKB die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Kantons fördern und dabei "besonders die Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigen" soll. "Eine Anforderung an das Geschäftsgebaren der AKB, die künftig aufmerksam verfolgt werden dürfte", urteilt das Blatt. (mim)

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