Finnova bringt Open-Banking-as-a-Service auf den Markt

23. April 2021, 10:01
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Eine API-Lösung erlaubt die Anbindung von Fintechs an Finnova-Banken. Sie basiert auf den Standards des Konsortiums Openbankingproject.

Finnova lanciert ein Open-Banking-as-a-Service-Angebot. Dabei handelt es sich um die Umsetzung der "Swiss NextGen Banking API", die eine Anbindung von Drittfirmen und Fintechs an die Finnova-Banken erlaubt. In einem ersten Schritt ermögliche man die Anbindung an den Zahlungsauslösedienst (Payment Initiation Service) und den Kontoinformationsdienst (Account Information Service). Diese würde zwei zentrale Geschäftsfälle darstellen, so der Anbieter in einer Mitteilung. 
Die Lösung wurde per 1. April 2021 in der Finnova Community produktiv gesetzt. Eine Liechtensteiner Bank nutze sie als erster Finnova-Kunde bereits.
Die As-a-Service-Lösung basiere auf dem Standard der unabhängigen Openbankingproject-Vereinigung. Ein zentraler Teil des As-a-Service-Angebots sei die Swiss-Open-Banking-Lösung von Ergon, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung von Finnova und Ergon heisst.
Das neue Angebot sei Teil der Finnova-Produkt- und Servicestrategie. "Die Open-Banking-as-a-Service-Lösung bietet unseren Banken die Möglichkeit, plattformbasierte Geschäftsmodelle umzusetzen. Dies bedeutet, dass sie sich effizient in Ecosystems einbinden und sich mit externen Partnern für neue Kooperationen vernetzen können", lässt sich Simon Kauth, Chief Product Officer von Finnova, in der Mitteilung zitieren. Die Umstellung auf API-fähige Infrastrukturen biete Banken neue Ertragsmöglichkeiten und schaffe Kosteneffizienz, ergänzt Adrian Berger, MD Finance & Telecom Solutions bei Ergon.
Das Konsortium Openbankingproject wurde gegründet von den Core-Banking-Herstellern und -Betreibern Finnova, Hypothekarbank Lenzburg (Finstar) und DXC Technology (IBIS), dem Softwarehersteller Ergon, dem Beratungs- und Forschungsunternehmen Business Engineering Institute St. Gallen sowie der Universität Bern. Im September 2019 ist zudem Avaloq dem Projekt beigetreten.
Die "Swiss NextGen API" der Organisation, über die Apps Kontoinformationen anfordern und Zahlungen anstossen können, wurde kurz vor Jahresende 2019 vorgestellt. Anfang 2020 hat das Konsortium auch ein Entwicklerportal lanciert. Dort können beispielsweise Fintechs in einer Sandbox testen, wie ihre Apps mit der "Swiss NextGen API" des Projekts zusammenarbeiten. 

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