Finnova: Privatbanken fassen Vertrauen zum Outsourcing

19. August 2010, 15:20
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Immer mehr Privatbanken entschliessen sich zu einem Hosting und zum Outsourcing. Sicherheitsbedenken bestehen laut Finnova keine mehr.

Immer mehr Privatbanken entschliessen sich zu einem Hosting und zum Outsourcing. Sicherheitsbedenken bestehen laut Finnova keine mehr.
Soeben erst ist Finnova, wie vor vier Monaten angekündigt, fristgerecht mit ihrer Gesamtbankenlösung bei der Zürcher Privatbank Mercantil Bank life gegangen. Die Implementation erledigte die Zürcher Business Solution Group. Für Finnova-Geschäftsleitungsmitglied Christoph Erb ist dieses Projekt ein weiterer Beleg dafür, dass sich Finnova inzwischen als Gesamtbankenlösung im Privatbanking bewährt hat. Gegenüber inside-it.ch führt Erb weiter aus, dass man auch beim auf Ende Jahr geplanten nächsten Going-life voll im Zeitplan sei. Es handelt sich um eine "Ostschweizer Privatbank", deren Namen Erb nicht nennen will. Im Zeitplan sei zudem die auf Anfang 2011 geplante Inbetriebnahme von Finnova bei einer Zürcher Privatbank aus dem RBA-Verbund. Wie inside-it.ch weiss, handelt es sich in diesem Fall um die Privatbank Lienhardt & Partner.
Interessant ist, dass laut Erb alle diese Banken - genauso wie zuvor schon die Graubündner Kantonalbank - bereits die Möglichkeiten des Outsourcing oder eines Hostings nutzen. "Bei den drei von mir genannten Bankenprojekten ist beispielsweise das Applikations-Management ausgelagert", sagt Erb. Inzwischen würden immer mehr Privatbanken Vertrauen zum Outsourcing fassen, führt er weiter aus. Einstige Sicherheitsbedenken spielen heute keine Rolle mehr, weiss der Finnova-Mann. Aufgrund der guten Erfahrungen bei den letzten Projekten werde Finnova jedenfalls den Bereich Outsourcing künftig stärker als bisher ausbauen, führt Erb weiter aus, ohne allerdings konkreter zu werden. Inwieweit davon neue Projekte betroffen sind, mochte Erb ebenfalls (noch) nicht präzisieren, kündigt aber immerhin an, dass "wir in absehbarer Zeit neue Projekte im Privatbanking erwarten".
Finnova läuft nun auch auf Mainframes
Finnova ist in Luxemburg mit einer Niederlassung vertreten und will auch in Deutschland Fuss fassen. Noch konnte Finnova aber keinen Neukunden in diesen zwei Märkten für sich gewinnen. Erb sagt dazu: "In Luxemburg sind wir genauso wie im deutschen Markt planmässig unterwegs". Aus gut unterrichteten Quellen ist bekannt, dass in Kürze auch in diesen beiden Ländern erste Kunden den Entscheid für Finnova bekannt geben sollen.
Das Finnova sich nun ganz auf den Markt fürs Privatbanking fokussiert, ist allerdings nicht zu erwarten. Denn soeben erst sind die Lenzburger von IBM für den Linux-Betrieb auf Maineframes zertifiziert worden. Die Grossrechner von Big Blue können oder wollen sich bekanntlich kleinere Unternehmen kaum leisten. Erb: "Weil Finnova so stark standardisiert ist, ist die Zertifizierung wirklich schnell erreicht worden." Adressieren könne man damit jetzt auch die grossen international tätigen Finanzinstitute, die Mainframes im Einsatz haben. (Volker Richert)

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