Finnova: Private Cloud als Erfolgskonzept

10. Mai 2011 um 07:24
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Das Softwarekonzept der Private Cloud war der Schlüssel zur Expansion ins europäische Ausland sowie zum Wachstum im schweizerischen Heimmarkt - beides die bestimmenden Themen an der alljährlichen Medienorientierung von Finnova.

Das Softwarekonzept der Private Cloud war der Schlüssel zur Expansion ins europäische Ausland sowie zum Wachstum im schweizerischen Heimmarkt - beides die bestimmenden Themen an der alljährlichen Medienorientierung von Finnova.
Charlie Matter, Finnova-CEO und Delegierter des Verwaltungsrates, orientierte in betont informeller Art über den erfreulichen Geschäftsgang des Aargauer Softwarehauses im vergangenen Geschäftsjahr und dessen Glanzlichter. Das Unternehmen ist auf die Produktion und Vermarktung von modularer Software für Universal- und Privatbanken spezialisiert.
Röstigraben und Auslandsexpansion
Diese Woche konnte mit der Banque Genevoise de Gestion SA (BGG) die erste Privatbank in der Westschweiz gewonnen werden. Der sprichwörtliche Röstigraben zwischen Deutschschweiz und Romandie ist im Bereich des Private Banking offenbar besonders tief, denn von den acht neuen Privatbankenkunden, die Finnova in den letzten zwölf Monaten gewinnen konnte, stammen sechs aus der Deutschschweiz sowie eine aus dem Ausland, und allein die BGG befindet sich in der an Privatbanken traditionell reichen Westschweiz.
Innert weniger als zwölf Monaten nach Eröffnung der ersten Ausland-Niederlassung von Finnova in Luxemburg konnte bereits der erste Kunde gewonnen werden, der allerdings auf Anonymität besteht, doch von dem bekannt ist, dass dessen vier ausländische Niederlassungen als Mandanten in den Finnova-Auftrag einbezogen werden. Gestern gaben Finnova und die IBM-Niederlassung in Luxemburg den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung bekannt, deren Ziel es sei, eine Komplettlösung für Universal- und Privatbanken für den Finanzplatz Luxemburg bereitzustellen. Diese Komplettlösung soll einerseits die Finnova-Bankensoftware und anderseits die entsprechenden Services von IBM umfassen.
Übe die Rolle der msg systems AG, dem deutschen Beratungs- und Technologieunternehmen, das vor einiger Zeit als Investor gefunden wurde und jetzt zusammen mit dem Finnova-Management die Aktienmehrheit des autonom agierenden Schweizer Softwarehauses innehat, wurde im Zusammenhang mit dieser erfolgreichen Expansion nichts bekannt gegeben.
Private Cloud als Softwarekonzept und Geschäftsstrategie
Charlie Matter betonte im Rahmen seiner Präsentation, dass sich das modular aufgebaute Software-Konzept von Finnova mit seiner bis zu 50 Teilnehmer umfassenden Mandantenfähigkeit - Finnova spricht von einem "Mandantenturm" - auch als Schlüsselkomponente der Expansionsstrategie von Finnova bewährt habe. Denn im Grunde, so Matter, handle es sich bei diesem Konzept um eine Private Cloud, aus der die Mandanten ihre Services beziehen.
Als weiteres Highlight in der jüngsten Vergangenheit bezeichnete Matter den Erfolg einer vom Finnova-Hauptsitz in Lenzburg ausgehenden Schulungsveranstaltung in englischer Sprache, die übers Internet an Schulungsteilnehmer in Asien vermittelt wurde. Diese Initiative, so Matter, stützte sich auf die Zusammenarbeit mit der msg systems AG, die in Singapur eine Niederlassung betreibt.
Über ihren finanziellen Geschäftserfolg hingegen gibt sich Finnova fast noch verschlossener als ihre um Diskretion bemühte Bankenkundschaft. Es wurde lediglich bekanntgegeben, dass der Jahresumsatz 2010 im Bereich von 70 Millionen Franken liege und die Zahl der Mitarbeiter beim vergangenen Jahreswechsel 300 erreicht habe. Die Selbstfinanzierung, so betonte CEO Matter, sei weiterhin gesichert, sowohl für die Weiterentwicklung der Software als auch für die internationale Expansion. (Gregor Henger)

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