Firmen wollen Unified Communications ...

11. März 2008, 14:29
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... müssen aber noch investieren.

... müssen aber noch investieren.
Der Berliner Marktforscher Berlecon befragte 150 Informatik- und Telekommunikationsbeauftragte in deutschen Firmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden zu ihren Plänen, eine integrierte, IP-basierte Kommunikationsinfrastruktur ("Unified Communications") aufzubauen. Sicher gibt es Unterschiede zur Situation in der Schweiz, doch denken wir, dass diese nicht so gross sind, dass die Erkenntnisse von Berlecon überhaupt nicht auf hiesige Verhältnisse zuträfen.
Klar wird, dass der Druck hin zu Lösungen für "Unified Communications" sehr gross ist. So sagt Berlecon-Analyst Philipp Bohn: "Die überwältigende Mehrheit der CIOs hält die Integration verschiedener Kommunikationskanäle und deren Einbindung in Office-Anwendungen in ihrem Unternehmen für sinnvoll. Drei Viertel der Befragungsteilnehmer sehen in diesen UC-Funktionalitäten einen wichtigen Wertbeitrag für ihr Unternehmen." Zudem besteht offenbar auch ein starker Wunsch nach besserer Einbindung von mobilen Mitarbeitenden mittels "Find-Me-Follow-Me-Funktionen" und einer einzelnen Telefonnummer für alle Telefongeräte.
VoIP-Infrastruktur ist nicht parat
Soweit zu den Wünschen der Unternehmen. Doch, um eine integrierte Kommunikationsumgebung aufzubauen, müssen erst die technischen Voraussetzungen gegeben sein: Die Sprachkommunikation muss über die gleichen (IP-) Netzwerke laufen, wie die Daten. Man spricht in diesem Fall von Voice-over-IP (VoIP). Mehr als die Hälfte der befragten deutschen Unternehmen hat bisher keine VoIP-Technologien im Einsatz und hat auch keine konkreten Pläne dies zu ändern. Und nur 38 Prozent der Umfrageteilnehmer verfügt über gemeinsame Netze für Sprache und Daten. Drei Viertel der deutschen Unternehmen haben auch noch keine IP-Telefonzentrale in Betrieb.
Zuoberst auf der Prioritätenliste: Sicherheit und Verwaltbarkeit
Bei der Frage nach den Entscheidungskriterien bei der Auswahl einer UC-Lösung bewerten 64 Prozent der Befragten "integrierte Sicherheitsfunktionen" mit "sehr wichtig" und 31 % mit "wichtig". An zweiter Stelle der Wunschliste steht "einfache Administrierbarkeit", an dritter "Integrierbarkeit vorhandener Technologien." (Christoph Hugenschmidt)

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