Firmware legt Barracuda-Harddisks massenweise lahm

16. Januar 2009, 12:48
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Bisher keine Auffälligkeiten in der Schweiz

Bisher keine Auffälligkeiten in der Schweiz
Seit einigen Tagen mehren sich User-Berichte über Seagates Barracuda-Festplatten der 7200.11er Serie, wonach die Disks plötzlich ausfallen würden. Weder liesse sich ein Hardwaredefekt oder unruhige Laufgeräusche feststellen noch seien Auffälligkeiten der S.M.A.R.T-Festplattenüberwachung vorhanden. Die vom Problem betroffenen Seagate-Festplatten würden korrekt anlaufen, jedoch vom BIOS nicht erkannt oder als Speicher mit 0 GByte Kapazität angezeigt. Der Bootvorgang ist danach nicht mehr möglich, auch wenn das betroffene Laufwerk nicht als Bootpartition fungierte.
Gemäss den Berichten betroffener User sind von den Ausfällen Systeme mit jeglichen Betriebssystemen und allen Hardwarekonfigurationen betroffen. Mit normaler Datenrettungssoftware ist kein Zugriff auf die Daten mehr möglich, obwohl diese gemäss den Datenrettern von Salvation Data noch fehlerfrei vorhanden sind. Schuld an den Ausfällen, von denen vor allem Modelle mit der Firmware-Version SD15 in Thailand betroffen sein sollen, sei die fehlerhafte Firmware der Platten, die bei ausgefallenen Disks auch nicht durch ein Update korrigiert werden könne, so Salvation Data weiter. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Firmware direkt auf der Festplatte gespeichert wird und wegen des Ausfalls kein Zugriff darauf möglich ist.
In der Schweiz ist es bisher nicht zu einer auffälligen Zunahme der Ausfälle gekommen, wie Marcel Meier, Product Manager beim Hüneberger Distributor Littlebit, gegenüber inside-it.ch sagt. Seagate wolle innerhalb der nächsten zwei Tage ein Firmware-Update zur Verfügung stellen, und Littlebit werde proaktiv auf die Kunden zugehen, damit diese das Update auch tatsächlich einspielen. Meier legt aber auch Wert auf die Feststellung, dass vom Problem ausschliesslich eine kleine Produktecharge der 1-Terrabyte-Version der Barracuda 7200.11 mit einer bestimmten Firmware (wohl eben die genannte Version SD15) betroffen sei.
Seagate selbst wollte sich bislang gegenüber inside-it.ch nicht äussern. (Tom Brühwiler)

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