Fiscal-IT erneut in der Kritik

28. April 2015, 13:51
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Finanzkontrolle fordert besseres Risikomanagement.

Finanzkontrolle fordert besseres Risikomanagement.
Fiscal-IT, das Nachfolgeprojekt des grandios gescheiterten Software-Vorhabens "Insieme", sorgt weiterhin für Kritik. Bereits vor einem Jahr wurden erste Verzögerungen bekannt, dass das Risikomanagement verbessert werden sollte. Bereits zum zweiten Mal hat sie das Projekt unter die Lupe genommen.
Fairerweise muss erwähnt werden, dass das Projekt insgesamt laut der Finanzkontrolle auf gutem Weg ist. Fiscal-IT entwickle sich positiv. Trotzdem seien aus ihrer Sicht Massnahmen nötig, damit das Projekt auf Kurs bleibe.
Mängel sieht die Finanzkontrolle bei der Qualitätssicherung und beim Risikomanagement. Weiter fordert sie angesichts der umwälzenden organisatorischen Anpassungen ein aktives Veränderungsmanagement, um Verunsicherung bei den Mitarbeitenden zu vermeiden. Die Leitung der Steuerverwaltung schenke diesen "weichen" Aspekten noch zu wenig Aufmerksamkeit, findet die Finanzkontrolle.
Eine Gefahr sehen die Kontrolleure auch darin, dass der Erfolg ausgeprägt von der Rolle des Fachprogrammleiters abhängig ist -einem externen Mitarbeiter. Sollte dieser ausfallen, wäre er wohl kaum in nützlicher Frist ersetzbar, heisst es im Bericht. Generell stelle die hohe Fluktuation bei den einzelnen Projekten ein Risiko dar.
Fiscal-IT startete im Frühjahr 2013 und soll Ende 2018 abgeschlossen werden. Das Budget beträgt über 85 Millionen Franken. Zur Zeitpunkt der Prüfung waren von den 29 Projekten, die Fiscal IT umfasst, 14 gestartet. Bei einigen Projekten gibt es Verzögerungen, doch sollten diese nach Einschätzung der Finanzkontrolle keinen Einfluss auf den Endtermin haben. (sda/mim)

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