Fitbit-Übernahme durch Google – EU-Kommission meldet Bedenken an

4. August 2020, 15:40
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Wegen möglicher Wettbewerbsverzerrung wird die geplante Übernahme noch genauer untersucht.

Für 2,1 Milliarden US-Dollar will Google den Fitnesstracker-Hersteller Fitbit kaufen, wie die Unternehmen vergangenen November ankündigten. Nun geht es aber offensichtlich nicht so schnell wie gedacht. Nachdem Ende Juli bereits Gerüchte laut geworden waren, dass die EU genauer hinschauen werde, hat sich das nun bestätigt.
Laut den Wettbewerbshütern der EU-Kommission müsse sichergestellt werden, dass die Kontrolle, die Google infolge der Übernahme über Daten erhalte, nicht zu einer Verfälschung des Wettbewerbs führe, teilte die zuständige Vizepräsidentin Margrethe Vestager mit. Deswegen werde nun eine eingehende Untersuchung eingeleitet. Die könnte dazu führen, dass die geplante Übernahme an Auflagen geknüpft oder sogar untersagt wird.
"Es wird davon ausgegangen, dass die europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher tragbare Geräte in den kommenden Jahren immer intensiver nutzen werden", erklärte Vestager die Bedenken. Dies werde mit einem exponentiellen Anstieg der durch diese Geräte generierten Daten einhergehen und Unternehmen tiefe Einblicke in Leben und Gesundheit ihrer Nutzer bieten. Wenn Google infolge der Übernahme über diese Daten verfüge, könne das den Wettbewerb verfälschen.

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