Flash-Speicher: Dieses Jahr 50 Prozent Preisverfall prognistiziert

1. Februar 2007, 11:22
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    Nachdem die Preise für NAND-Flash-Speicher im vergangenen Jahr bereits kräftig gepurzelt sind, stehen die Hersteller auch im laufenden Jahr vor einem anhaltenden Preisverfall.

    Nachdem die Preise für NAND-Flash-Speicher im vergangenen Jahr bereits kräftig gepurzelt sind, stehen die Hersteller auch im laufenden Jahr vor einem anhaltenden Preisverfall.
    Der kalifornische Speicherspezialist Sandisk etwa rechnet für 2007 mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise pro Megabyte um mindestens 50 Prozent. Die Nachfrage nach NAND Flash-Speichern soll dank Video-Handys und Vista-PCs allerdings weiter steigen.
    Das grosse Fragezeichen für die Zukunft wird sein, ob die Nachfrage nach immer grösseren Kapazitäten bei Speicherkarten und USB-Sticks anhält, und damit den Preiszerfall pro Kapazität einigermassen wettmacht, oder ob die Anwender langsam Sättigungserscheinungen zeigen.
    Ein schwaches Weihnachtsgeschäft bei einigen Flash-Speicher-Produkten habe erst kürzlich für einen weiteren kräftigen Preissturz gesorgt. Zudem würden eine Reihe von Herstellern in den kommenden Monaten ihre Kapazitäten noch immer schneller ausbauen als die Nachfrage steigt, so dass der Preisdruck zunehmen werde, berichtet 'DigiTimes'. Sandisk sieht aber bereits erste Zeichen einer Selbstregulierung des Marktes.
    Zunehmend werde etwa die Produktion von Flash-Speichern hin zu DRAM-Chips verlagert, was Nachfrage- und Angebotssituation verbessern soll. Noch vor einem Jahr hatten Branchenriesen wie Hynix und Samsung die DRAM-Produktion gedrosselt und sich verstärkt auf die Herstellung der lukrativeren NAND-Chips verlegt.
    Derweil musste Toshiba den Preisrückgängen im NAND-Bereich bereits Tribut zollen. Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal fiel der operative Gewinn von 524 Millionen. auf 459 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte hingegen um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar. Toshiba rechnet bis zum Frühjahr mit einem Preisrutsch um 60 bis 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deshalb sei das ursprünglich anvisierte Ergebnis nicht zu erreichen. Unter dem Strich sollen beim operativen Gewinn statt 2,22 Milliarden Dollar nun noch 2,01 Milliarden Dollar stehen. Dagegen hob der japanische Konzern die Prognose für Umsatz und Nettogewinn an. (pte/hjm)

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