Fordert die EU bald mehr Transparenz bei Algorithmen?

25. Juni 2018, 15:35
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Die deutsche Justizministerin Katarina Barley (SPD) will Tech-Firmen und deren Produkte ganz neuen Regulierungen unterwerfen.

Die deutsche Justizministerin Katarina Barley (SPD) will Tech-Firmen und deren Produkte ganz neuen Regulierungen unterwerfen. Auf EU-Ebene kündigt sie an, sie werde sich für mehr Transparenz bei Algorithmen im Internet einsetzen. "Algorithmen werden benutzt, um Menschen zu kategorisieren und in bestimmte Schubladen zu stecken", sagte Barley der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ergo sollen Konsumenten künftig auch wissen, warum ein Algorithmus sie einer bestimmten Kategorie zuordne.
Und weitergehend liess sie vernehmen, Konsumenten "müssen die Chance haben, sich dagegen zu wehren. Und dazu braucht es Institutionen, die solche Prozesse hinterfragen können."
Inwiefern die Transparenz in Zeiten von KI und Machine Learning noch realistisch ist, sei dahingestellt. Und ob fehlerhafte KI-Algorithmen mitgemeint sind, ist offen. Ob sie KI-Algorithmus-Anbieter dazu bringen will, Lernprozesse offenzulegen, weiss die Öffentlichkeit ebensowenig. Konkrete Details nannte Barley zu ihrem Vorstoss nämlich keine.
Erstmals hatte sie nach dem Daten-Weitergabe-Skandal rund um Cambridge Analytica und Facebook davon gesprochen, dass der Regulator verstehen müsse, wie Algorithmen funktionieren und dazu benötige man Transparenz.
Zwingt EU zudem Whatsapp zur Öffnung?
Daneben will Barley erreichen, dass Whatsapp und andere Messenger offene Schnittstellen und daraus resultierende Interoperabilität Standard werden. Es müsse künftig machbar sein, "dass zum Beispiel Whatsapp-Nutzer auch mit den Nutzern anderer Messenger-Dienste wie zum Beispiel Threema oder Signal kommunizieren können", sagte die Ministerin laut 'FAZ'. Man müsse diese Monopole aufbrechen. (mag)

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