Forscher kontruieren "Papierbatterie"

15. August 2007, 13:16
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    Biegen, rollen, falten, zuschneiden, alles möglich.

    Biegen, rollen, falten, zuschneiden, alles möglich.
    Eine Gruppe von Wissenschaftlern des New Yorker Rensselaer Polytechnic Institute haben eine extrem dünne Batterie entwickelt. Das Grundmaterial der Batterie ist, wie bei Papier, Cellulose, und genau wie Papier lassen sich die Batterien nicht nur biegen, sondern auch rollen, falten und sogar zuschneiden.
    Der auf dem Bild zu sehende Prototyp entwickelt eine Spannung von 2,5 Volt. Wenn man höhere Spannungen und Kapazitäten braucht, könnten gemäss den Forschern ohne Probleme mehrere, ja sogar hunderte Lagen gestapelt werden.
    Die Batterien funktionieren nach dem gleichen Grundprinzip wie herkömmliche Batterien. Den Forschern ist es aber gelungen, statt herkömmlichen Elektroden winzigste Kohlenstoff-"Nanoröhrchen" zu verwenden. Diese können in eine elektrolytgetränkte Papierschicht eingebettet werden und ermöglichen die extreme Flexibilität.
    Die "Papierbatterien" müssen nun vom Prototyp noch zur Marktreife gebracht werden. Wenn sie dabei die Anforderungen für den realen Einsatz bezüglich Dauerhaftigkeit, Sicherheit, Kapazität und Produktionskosten tatsächlich erfüllen, könnten sie in einigen Jahren das Design von Elektrogeräten revolutionieren. Sie wären nicht nur leichter, als herkömmliche Akkus, sondern könnten dank ihrer grossen Verformbarkeit als Teil des Gehäuses verwendet werden und damit viele Geräte wie Handys, Digitalkameras usw. deutlich kleiner und leichter machen.
    Aber auch in anderen Bereichen, zum Beispiel bei Elektroautos, könnten sie eingesetzt werden. In Elektroautos stellt nicht nur das Gewicht der Batterien sondern auch ihr Platzbedarf die Ingenieure und Designer vor Probleme. Die Papierbatterien könnten dagegen in beliebigen Formen hergestellt und in Karosserieteile wie die Türen eingebettet werden. (Hans Jörg Maron)
    (Bild: Rensselaer Polytechnic Institute)

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