Foxconn verfehlt erstmals Margenziel

15. Mai 2012, 09:41
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Bei der Einweihung des neuen China-Hauptquartiers in Shanghai hat Chairman Terry Guo (Guo Taiming) zwar angekündigt, dass Foxconn Electronics (Hon Hai Precision Industry) 2012 voraussichtlich das eigene Umsatz-Wachstumsziel von 15 Prozent übertreffen werde.

Bei der Einweihung des neuen China-Hauptquartiers in Shanghai hat Chairman Terry Guo (Guo Taiming) zwar angekündigt, dass Foxconn Electronics (Hon Hai Precision Industry) 2012 voraussichtlich das eigene Umsatz-Wachstumsziel von 15 Prozent übertreffen werde. Wie eine Bombe schlug aber am Vortag die Nachricht ein, dass das Unternehmen, das unter anderem einen grossen Teil der "i"-Produkte für Apple fertigt, das Margenziel erstmals verfehlt hat. Statt der für das erste Quartal angestrebten Bruttomarge von über 7 Prozent waren es unter dem Strich nur 6,64 Prozent nach 8,89 Prozent im vierten Quartal 2011. Die operative Marge ist auf 1,52 Prozent gefallen und hat sich ausgehend von 3,29 Prozent im Vorquartal somit fast halbiert. Der Ertrag pro Aktie (EPS) ist dementsprechend von 3,18 auf 1,40 New Taiwan Dollar (NT Dollar) ebenfalls deutlich geschrumpft. Als Grund für die wegbrechenden Margen werden vor allem steigende Löhne in China genannt.
Der konsolidierte Umsatz ist im Quartalsvergleich saisonal bedingt von 1,0741 Billionen NT Dollar um 6,5 Prozent auf 1.0012 Billionen NT Dollar (31,647 Milliarden Schweizer Franken) abgerutscht, lag aber immer noch deutlich über den 729,2 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2011. Der Nettogewinn ist mit 14,92 Milliarden NT Dollar im Quartalsvergleich (Q4/11 zu Q1/12) um 57,4 Prozent eingesackt, im Jahresvergleich aber um 3,6 Prozent leicht gestiegen.
Der nichtkonsolidierte April-Umsatz ist im Vergleich zu dem im März 2012 um 9,68 Prozent auf 251,74 Milliarden NT Dollar zurückgegangen, lag aber immer noch 20 Prozent über Vorjahresniveau. Kombiniert ist der nichtkonsolidierte Umsatz in den ersten vier Monaten des Jahres mit rund 1,042 Billionen NT Dollar im Jahresvergleich um 37,25 Prozent deutlich angestiegen.
Gilt das zweite Quartal für den weltgrössten Elektronikauftragsfertiger traditionell als Sauer-Gurken-Zeit, kommt dieses Jahr als Effekt hinzu, dass iPhone-Verkäufe zurückgehen, weil viele Apple-Kunden ihre Kaufgelüste bis zum Launch des im dritten Quartal erwarteten iPhone 5 zügeln. Dementsprechend wird erwartet, dass Samsung mit dem Galaxy S im zweiten Quartal den Vorsprung gegenüber Apple vorübergehend noch ausbauen wird. (kh)

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