Foxconn will kräftig in Indien investieren

13. Juli 2015, 12:59
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Bei einem dreitägigen Indienbesuch hat Foxconn-Chef Terry Gou Ende letzter Woche angekündigt, dort zehn bis 12 neue Fabriken zu bauen und eine Million neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Bei einem dreitägigen Indienbesuch hat Foxconn-Chef Terry Gou Ende letzter Woche angekündigt, dort zehn bis 12 neue Fabriken zu bauen und eine Million neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dass es sich dabei um Investitionen von umgerechnet rund 20 Milliarden Franken handeln soll, wurde von dem Unternehmen bisher nicht kommentiert. Gou, der mit Foxconn wegen lausiger Arbeitsbedingungen insbesondere in China immer wieder scharf kritisiert wurde, habe laut diversen indischen Zeitungen betont, dass es nicht darum gehe Billigjobs in Indien aufzubauen sondern Arbeitsplätze für qualifizierte Menschen.
Auf seinen Stationen in Delhi, Mumbai und Bangalore hielt er weiter fest, dass Foxconn neue Rechenzentren plane, Innovationszentren für Start-ups bauen und einen Venture-Fonds auflegen wolle. Ausserdem wolle man lokalen Unternehmen helfen, Komponenten und Geräte vor Ort zu fertigen, um sie exportieren zu können. Der taiwanische Auftragsfertiger produziert Geräte für Konzerne wie Apple, Dell, Hewlett-Packard, Lenovo oder Sony.
Indien gilt bereits heute als drittgrösster Smartphone-Markt der Welt nach China und den USA. Dabei wird prognostiziert, dass Indien bereits 2017 die USA überholt haben könnte. Als Grund für die Investitionen wird angegeben, dass die Löhne in Indien niedriger als in China sind. Zudem habe der indische Premierminister Narendra Modi eine "Make in India" genannte Kampagne gestartet, die ausländische Konzerne anlocken soll. (vri)

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