Frankenstärke: R&M streicht Schweizer Arbeitsplätze

11. März 2015, 14:06
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In Wetzikon werden 50 von 325 Arbeitplätzen gestrichen.

In Wetzikon werden 50 von 325 Arbeitplätzen gestrichen.
Der Schweizer Verkabelungsspezialist R&M konnte seinen Umsatz letztes Jahr steigern, und auch die Gewinnmarge ist deutlich gewachsen. Trotzdem sieht das stark exportorientierte Unternehmen im laufenden Jahr aufgrund des hohen Frankenkurses Probleme auf sich zu kommen. Deshalb, so R&M, sei es notwendig, in der Schweiz ein "umfassendes Kostenreduktionsprogramm" zu starten. Kern des Programms ist die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus der Schweiz nach Polen und Bulgarien. Am Standort Wetzikon werden rund 50 der gegenwärtig 325 Stellen gestrichen. Die notwendigen Entlassungen sollen in den nächsten Monaten erfolgen. Für die betroffenen Mitarbeitenden habe man zusammen mit der Arbeitnehmervertretung einen Sozialplan erarbeitet, so R&M. Man bedaure den Stellenabbau, er sei aber notwendig um den eingeleiteten Wachstumskurs fortzusetzen.
Falls Sie jetzt ein Déja-Vu-Gefühl haben: R&M hat schon 2011 - auch damals aufgrund des hohen Frankenkurses 50 Arbeitsplätze nach Bulgarien verschoben.
R&M hat letztes Jahr einen Umsatz von 211,7 Millionen Franken erzielt, 7,3 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern stieg klar von 2,5 auf 4,3 Prozent. Man sei in allen strategischen Geschäftsbereichen stärker gewachsen als der Markt, so R&M. Den stärksten Zuwachs habe man im Rechenzentrums-Markt und im Bereich der öffentlichen Breitbandnetze verzeichnet. R&M erzielt rund 70 Prozent seines Umsatzes ausserhalb der Schweiz. (hjm)

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